Charlotte Wittnebel-Schmitz

Pflegende Angehörige können ab nächster Woche in der Henneberg-Apotheke in Nüdlingen kostenfrei drei FFP2-Masken erhalten. Alles, was sie dafür mitbringen müssen, ist ein Schreiben der Pflegekasse, in dem die Pflegebedürftigkeit beziehungsweise der Pflegegrad festgestellt wird. Darüber informierte Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) am Dienstag die Nüdlinger Gemeinderäte in der ersten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr im Pfarrsaal.

Der Freistaat hatte die Verteilung der Masken vergangene Woche an die Landkreise und Gemeinden delegiert. Eigentlich war von der bayerischen Regierung geplant, dass die Angehörigen die Masken in der Gemeindeverwaltung abholen.

Aber: Das Nüdlinger Rathaus sei im Lockdown für den Publikumsverkehr geschlossen und biete zudem keine geeignete Möglichkeit, um die Masken im Eingangsbereich auszugeben, erklärte Hofmann.

Deshalb übernimmt die Henneberg-Apotheke diese Aufgabe. Hofmann zeigte sich dankbar dafür, dass die Inhaberin der Henneberg-Apotheke, Susanne Hümmler, dies kostenfrei übernehme. Diese Woche - so ist es geplant - verteilt das Technische Hilfswerk (THW) die Masken im Landkreis, ab nächster Woche sollen Angehörige die Masken dann abholen können.

Gemeinderätin Liane Hofmann (CSU) bat Bürgern außerdem ihre Hilfe beim Ausfüllen von Formularen für die Anmeldung zu Impfungen an.

Masken für Bedürftige

Das Landratsamt verteilt FFP2-Masken an Bedürftige. Diese bekommen fünf FFP2-Masken bis Ende der Woche per Post vom Landratsamt zugesandt.

Das Landratsamt ermittelt derzeit den Bedarf an FFP2-Masken für Menschen ohne festen Wohnsitz und erarbeitet eine Lösung, auf welchem Weg sie diese mit Schutzmasken versorgen können. Bad Kissingen habe bisher entsprechende Masken an 14 Personen, die im Obdachlosenheim in der Peter-Heil-Straße Bad Kissingen untergebracht sind, verteilt.

Auf der Tagesordnung der Sitzung standen zudem drei Bauanträge. Für ein Baugrundstück im Häusler Weg beantragten die Bauherren eine Befreiung vom Gemeinderat für den Bau einer Garage. Für das Gebiet, in dem die Straße liegt, ist laut Bebauungsplan vorgeschrieben, dass zwischen Garage und Straße fünf Meter Platz bleiben sollen.

Die Bauherren möchten ihre Garage aber so bauen, dass nur noch knapp 1,30 Meter Abstand zur Straße bleibt. Die Garage soll mit einem elektrischen Garagentor ausgestattet werden.

Gemeinderat Uwe Beer (CSU) äußerte, dass es sich um eine schmale Zufahrtsmöglichkeit handele und für ihn ein Nachbarschaftsstreit programmiert sei.

Gemeinderat Volker Schäer (SPD) sagte, dass die Garage komplett im Erdreich geplant sei. Die Nachbarn wüssten Bescheid und hätten unterschrieben.Er sehe keine Probleme, so wie er die Mitbürger einschätze. Ein Großteil des Gemeinderats folgte wohl dieser Sichtweise und stimmte dem Bauantrag zu.

Auch beim nächsten Antrag auf Umbau eines Hoftores in der Kissinger Straße stimmte Uwe Beer nicht zu, da er den Unterlagen nicht entnehmen könne, was der Bauherr vorhabe, und deshalb nicht zustimmen wolle. Volker Schäfer sah in dem Umbau des Hoftores eine Aufwertung. 15 Gemeinderäte stimmten dem Bauantrag zu.

Auch den Bauantrag in der Hochstraße genehmigten die Gemeinderäte. Dort will der Bauherr ein Dreifamilienhaus sowie einen separaten Geräteraum errichten.

Anschließend informierte Hofmann die Gemeinderäte darüber, dass das Büro "gk Projektmanagement" aus Kitzingen mit der Projektsteuerung bezüglich der Schlossbergschule von der Verwaltung beauftragt worden sei.