Zum Auftakt der Stadtratssitzung in Königsberg am Dienstagabend wurden die vier Ortssprecher vereidigt.

Am Sonntag waren, wie berichtet, in vier Stadtteilen der Stadt Königsberg, die nicht durch einen Stadtrat vertreten sind, die Ortssprecher gewählt. Zu Ortssprechern wurden berufen: in Dörflis Manuel Rausch, in Kottenbrunn Hermann Stubenrauch sowie in Römershofen Georg Henneberger und in Unfinden Marco Siller.

Der Stadtrat brachte die geplante Erweiterung der Photovoltaikanlage in Hellingen voran. In seiner Sitzung am 19. März 2019 hatte der Stadtrat der Erweiterung der Photovoltaikanlage zugestimmt. Nach dieser Beschlussfassung waren die Planunterlagen mit der Begründung zur Einsichtnahme durch die Bürger öffentlich ausgelegt worden und die Behörden sowie die Träger öffentlicher Belange wurden beteiligt. In der Sitzung stellte Jan-Michael Derra vom Ingenieurbüro Stubenrauch die hierbei vorgebrachten Einwendungen und Änderungswünsche vor. Die Stadtrat sprach darüber und fasste notwendige Beschlüsse. Die geänderten Unterlagen werden nun nochmals für die Öffentlichkeit ausgelegt. Zudem werden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erneut beteiligt.

Maximal 6000 Euro im Jahr

Finanziell will sich die Stadt an der geplanten Freizeitlinie "Burgenwinkel-Express" beteiligen. Ab 1. Mai 2021 sollen im Landkreis Haßberge an Sonn- und Feiertagen die Freizeitlinien "Burgenwinkel-Express" und "Bier- und Wein-Express" verkehren. Damit soll das Angebot an öffentlichen Verkehrsleistungen verbessert werden. Darüber hinaus kann die Region dadurch im touristischen Bereich profitieren. "Der Burgenwinkel-Express" startet an Sonn- und Feiertagen viermal am Haßfurter Bahnhof und fährt Königsberg, Rügheim, Hofheim, Manau, Burgpreppach, Altenstein, Pfarrweisach, Untermerzbach und Ebern an, wo die Fahrt am Bahnhof endet. Der "Bier- und Wein-Express" startet seine Fahrt zur gleichen Zeit in Haßfurt. Ziele sind Knetzgau, Sand, Zell, Ober- und Unterschleichach, Trossenfurt, Hummelmarter, Fatschenbrunn, Fabrikschleichach, Untersteinbach sowie Theinheim, Koppenwind und Ebrach. Der Stadtrat fasste nach ausgiebiger Diskussion den Beschluss, sich ab 2021 - vorerst auf drei Jahre befristet - an der Finanzierung der Freizeitlinie "Burgenwinkel-Express" mit maximalen Kosten in Höhe von 6000 Euro pro Jahr zu beteiligen. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, eine Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen.

Zu einem weiteren Vertreter für die Verbandsversammlung der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge wurde neben Bürgermeister Claus Bittenbrünn und Stadtrat Eddi Klug (SPD) nun auch Ralf Schlinke (FWG) gewählt.

Der Stadtrat machte den Weg frei für die Erneuerung von Wirtschaftswegen durch die Jagdgenossenschaft im Stadtteil Köslau. Für den Ort wurden bisher die für Manöverschäden bei der Stadt Königsberg eingehenden Zahlungen auf einem Sonderkonto zur Rücklage verbucht. Nun soll im Rahmen einer größeren Wegbaumaßnahme für die Sanierung der Feld- und Waldwege das bestehende Konto in Höhe von 17 112 Euro aufgelöst und für die Begleichung von Rechnungen von beauftragten Baufirmen verwendet werden. Darüber berichtete Rainer Vierneusel, Stadtrat und Ortssprecher von Köslau. Diesem Vorschlag stimmte das Stadtratsgremium zu.

Grabmale für die Denkmalliste

Zwei Grabmale sollen in die bayerische Denkmalschutzliste eingetragen werden. Sie befinden sich beide im Friedhof im Stadtteil Hellingen. Mit Georg Stubenrauch und seinem Sohn Edmund lebten und wohnten im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Hellingen zwei Heimatdichter, deren Werke heute fast niemand mehr kennt. Besonders Edmund Stubenrauch war zu seiner Zeit als Heimatdichter und Haßgausänger erfolgreich. 1896 wurde ihm für eine Gedichtsammlung sogar der Schillerpreis der Deutschen Schillerstiftung verliehen.

Beide wurden in Hellingen geboren. Beide sind auf dem Hellinger Friedhof begraben. Georg Stubenrauch starb 1883, sein Sohn Edmund 1925. Zum Gedenken an beide wurden für sie besondere Grabdenkmale errichtet. Die Angehörigen haben nun die Unterschutzstellung der Grabmale und die Aufnahme in die Denkmalliste beantragt.

Dem Ansinnen stimmte der Stadtrat zu - mit dem Hinweis, dass die Grabsteine Eigentum der Angehörigen und nicht der Stadt Königsberg sind und somit auch von diesen unterhalten werden müssen.

Eine erfreuliche Mitteilung konnte Bürgermeister Claus Bittenbrünn zum Ende des öffentlichen Teils der Ratssitzung machen. So wird das Konzept über die "Erstellung eins Energienutzungsplans für einen Nahwärmeverbund im Stadtteil Unfinden der Stadt Königsberg" vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit einer Förderung von 16 200 Euro bezuschusst.