"Sounds of Christmas Joy" - so klingt Weihnachtsfreude, wenn ein Blechblasorchester die Geburt des Kindes verkündet. Der Titel des Eingangsstückes stand programmatisch über dem Adventskonzert der Blaskapelle Wachenroth. Ja, so ist Weihnacht, so ist die Geburt des Welterlösers zu verstehen. Nicht romantisch süß, sondern gewaltig und majestätisch. An der Schwelle zum Fest wurde das Wunder der Heiligen Nacht in der Pfarrkirche Sankt Gertrud mit Pauken und Trompeten eingeläutet.

Zeitgenössisches und Fantasien

Unter seinem Dirigenten Florian Zeh zog das Wachenrother Blasorchester alle Register seines sinfonischen Repertoires. Klassische und zeitgenössische Musik, Arrangements und "Fantasien" aus verschiedenen Werken zusammengesetzt, setzte die Kapelle ausdrucksstark um. Dass auch aktuelle Probleme wie die Klimaveränderung musikalisch dargestellt werden können, zeigte die Komposition "Schmelzende Riesen" von Armin Kofler aus dem Jahr 2011. Das Werk des Südtirolers lässt zu Beginn viel erahnen von der Erhabenheit der Gletscherriesen, steigert sich dann aber in ein rasantes Tempo bis fast zum beängstigenden Inferno. Erst im Finale lassen optimistischere Töne Hoffnung aufkeimen.

Weihnachtliche Weisen

Im mittleren Konzertteil ließ die Jugendblaskapelle weihnachtliche Weisen erklingen. Das wundervolle "Tochter Zion" war ebenso darunter wie das bekannte "Jingle Bells". Eine "Fantasy" zu der weltberühmten Melodie brachte im dritten Teil die Blaskapelle. In dem weihnachtlich geschmückten Gotteshaus begrüßten der Vorsitzende der Blaskapelle Siegfried Lindner und "Hausherr" Padre Gabriel die Besucher. Die Geburt des Gottessohnes habe zu allen Zeiten Künstler und Komponisten zu Meisterwerken bewegt, sagte Padre Gabriel. Bürgermeister Friedrich Gleitsmann führte mit erläuternden Worten durch das Konzert. Danach blieben die Besucher im Pfarrhof beisammen und ließen das Gehörte noch eine Weile nachklingen.