Jennifer Hauser

Der Verkehr in Forchheim ist - gelinde gesagt - zu manchen Tageszeiten eine Herausforderung. Am Mittwoch und Donnerstag litten die Burker und Pendler, die durch Burk fahren, unter einer neuen Baustelle: Ein paar Hundert Meter hinter der schon länger bestehenden Baustelle der Stadtwerke wurde ohne große Vorankündigung eine zweite Baustellenampel aufgebaut. Der Stau dort: vorhersehbar. Der Grund aber nicht.


Staurisiko war bekannt

"Wir haben das natürlich genau abgewogen und wussten, dass es zu den Stoßzeiten zu Behinderungen kommt", sagt Roland Brütting, vom Straßenverkehrsamt der Stadt Forchheim. Trotzdem hat er die Baustelle und die dazugehörige Ampel genehmigt. "Die Baustelle am Feuerwehrhaus war einfach notwendig", erklärt er, "es gibt dort eine Kabelstörung." Man könne nicht überprüfen, wie schlimm oder dringend die Kabelstörung sei. Da müsse sich die Stadt auf die Angaben der Betreiberfirma beziehen.
"Da die erste Baustelle noch bis 10. Oktober genehmigt ist, konnten wir nicht abwarten, bis diese vorbei ist", so Brütting weiter. Zumal es natürlich auch nicht sicher sei, dass die Baustelle tatsächlich an diesem Tag fertig wird. Diese erste Baustelle auf Höhe der Einmündung Am Ries wird schon seit längerer Zeit von den Stadtwerken betrieben. Dort wird eine Gasleitung gelegt, erklärt Brütting.
Bezüglich der neuen Baustelle gibt Brütting aber Entwarnung. Es handelt sich nur um eine kleine Maßnahme und das kleine Loch im Boden ist bereits wieder geteert. "Wenn alles nach Plan läuft, wird sie am Donnerstagabend noch abgebaut." Über einen längeren Zeitraum hätte er die Baustelle so nicht genehmigt. Trotzdem hatte die Baustelle zu Problemen geführt, räumt Brütting ein, ein Anwohner habe zum Beispiel seine Garage nicht benutzen können.


Es hätte schlimmer sein können

"Wenn wir die Ampel aber etwas versetzt hätten, wären wir wieder an einer Straßeneinmündung gewesen", berichtet er, "dann hätten wir diese Einfahrt auch noch mit der Ampel eintakten müssen. Dann wäre das Chaos noch größer gewesen."