Mit Gesang, Geschenken sowie Gruß-, Segens- und Dankesworten wurde die grundlegend sanierte und erweiterte Kita St. Magdalena Geisfeld im kleinen Kreis offiziell wiedereröffnet. Dies geschah unter Beachtung der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen und unter Einhaltung der Hygieneregeln.

Für den Träger, die katholische Kirchenstiftung St. Magdalena, erinnerte die Kita-Beauftragte Petra Schwantes an die ersten Pläne für den Umbau 2017, über das Ausweichen der Einrichtung in eine Containeranlage, bis hin zum Umzug ins neue Gebäude im Zeichen der Corona-Pandemie. Sie dankte allen Beteiligten, dass nach 30 Jahren der Kindergarten nun mit "außergewöhnlichen Ideen und Aspekten" grundlegend saniert und erweitert werden konnte. Strullendorfs Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) sprach davon, dass man diesen Tag eigentlich gerne in größerer Runde, mit den Nachbarn, Eltern und vielen Kindern gefeiert hätte. Dies sei aber im Augenblick nicht möglich. Er lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und insbesondere das vielfältige Engagement von Seiten der Kirchenstiftung.

Für den Bau sind Kosten von rund 2,5 Millionen Euro entstanden. Dafür gab es Zuschüsse von 1,1 Millionen Euro. Dieter Nitsche, vom begleitenden Architekturbüro Format4ier aus Litzendorf, freute sich, dass man in der Kita drei Schwerpunkte der eigenen Philosophie realisieren konnte. So gelang es in Zusammenarbeit mit den Erziehern und den Fachaufsichten, moderne pädagogische Konzepte zu entwickeln und in der Architektur abzubilden.

Der Anbau bzw. Neubau wurde in Holzrahmenbauweise realisiert, und durch neue Verglasungen, die thermische Ertüchtigung der Außenwände und des Daches im Bestand wurden die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllt. Die vollständige Beheizung des Gebäudes durch Geothermie sowie eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung runden das Gesamtkonzept ab und machen den Kindergarten nahezu energetisch autark. Durch abschließende Raumluftmessungen konnte bewiesen werden, dass das aufwendige Planen und der kontrollierte Einbau von geprüften Baustoffen erfolgreich waren.

Pfarrer Marianus Schramm erbat Gottes Segen für das Gebäude und für alle, die dort ein und aus gehen. Er freute sich, dass sich die Kinder mittlerweile schon sehr gut eingelebt haben und dass das Zusammenspiel der verschiedenen Einrichtungen und Institutionen ein solches "Prachtstück" erst ermöglicht habe. Er vergaß dabei auch nicht den Dank an den gemeindlichen Bauhof für dessen vielfältige Unterstützung.

Im Anschluss an die Reden wurden die Besucher von Einrichtungsleiterin Silvia Bittroff und ihrer Stellvertreterin Silvia Einwich durch die Einrichtung geführt und das pädagogische Programm erläutert. So mancher der Erwachsenen dachte wohl auch an seine eigene Kindergartenzeit zurück. Immer wieder wurden die hochwertige Ausstattung und die anspruchsvolle und zweckorientierte Architektur gelobt.

Der Elternbeirat hatte noch kurz davor für den Garten ein großes Holz-Tippi spendiert, und der Spielplatz der Krippe bekam eine Rutsche.