Derzeit gibt es in der Gemeinde Oberhaid ein umfangreiches Angebot an Kinderbetreuung mit acht Kindergartengruppen sowie drei Krippengruppen, eine vierte Gruppe ist derzeit im Bau. Dennoch sind bis zum Herbst nach den vorliegenden Anmeldezahlen alle Gruppen belegt, und es besteht eine Warteliste von zehn Kindern. Dies ist für die Gemeinde Oberhaid Anlass, über die Errichtung eines Waldkindergartens nachzudenken, um damit ein weiteres pädagogisch sinnvolles Angebot zu schaffen.

Damit könne, so Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) in der Sitzung des Gemeinderates, in einer solchen Waldgruppe ein ruhiger, reizvoller und natürlicher Lernrahmen für die Kinder ermöglicht werden. Vorgestellt wurde das Projekt von der Leiterin des Kindergartens "Regenbogen", Petra Fleschel, Melanie Wagner und Tina Car. Mit dem zuständigen Forstamt fand bereits ein Vorgespräch am Wald statt: Vorgesehen ist nun eine 2000 Quadratmeter große Waldfläche mitten im gemeindlichen Wald, angrenzend zum Naturwaldreservat Seelaub und rund 200 Meter vom Parkplatz des FC Oberhaid entfernt.

Drei pädagogische Fachkräfte würden sich dann jeweils ab 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr um die Kinder kümmern, mindestens acht Anmeldungen sind erforderlich, um den Waldkindergarten einrichten zu können, 20 Kinder sind die Höchstgrenze. Für die Drei- bis Sechsjährigen findet der Kindergartenalltag naturgemäß fast ausschließlich im Freien statt, angefangen vom Morgenkreis über das gemeinsame Frühstück und viel Zeit für Spiele, Projekte, Angebote und Spaziergänge.

Um gegen das Wetter gewappnet zu sein, soll ein Bauwagen namens "Frieda" angeschafft werden, der 12 x 3,50 m groß ist, natürlich beheizt werden kann und so ein sicherer Hort für alle Fälle ist. Die Kosten für die Errichtung eines Waldkindergartens belaufen sich auf etwa 110 000 Euro, eine mögliche Förderung wird noch überprüft.

Durchweg positive Resonanz

Positiv war durchweg die Resonanz beim Gemeinderat und vielen Müttern im Zuhörerkreis; nach entsprechender Werbung im Amtsblatt und durch Flyer sind Rat und Verwaltung zuversichtlich, diesen Waldkindergarten etablieren zu können.

Eine Totalsanierung steht für die Kreisstraße BA 34, Sandhofer Straße Richtung Appendorf im Ortsbereich von Oberhaid, an. Max Brust von der Weyrauther Ingenieurgesellschaft Bamberg informierte den Gemeinderat vom derzeitigen Planungsstand. Während der Kanal in diesem 560 Meter langen Straßenstück nur geringe Schäden aufweist, sind die Grundstücksanschlüsse größtenteils schadhaft und erneuerungsbedürftig.

Vorgesehen ist eine sechs Meter breite Fahrbahn mit einer bautechnisch bedingten Engstelle sowie Gehwegen auf beiden Seiten, wobei zumindest einer eine Breite von 1,50 Meter hat. Erneuert würden ferner die Leitungstrassen und die Wasserleitungen, die zwar noch funktionstüchtig sind, aber schon 60 Jahre auf dem Buckel haben. Wenn die Maßnahme, die alleine für Straßen- und Gehwegbau rund 1,5 Millionen Euro kosten wird, mit der Regierung abgestimmt ist, könnte man 2021 mit der Umsetzung beginnen.

Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat für die Aufstellung eines vorhabensbezogenen Bebauungsplanes "Freiflächenphotovolataikanlage Staffelbach". Die Anlage erzeugt drei Megawatt Strom und könne, so der Bürgermeister, 400 Dreipersonen-Haushalte mit Strom versorgen. Mit dem Bau dieser Anlage könne voraussichtlich Ende 2020 begonnen werden. Damit werde die Gemeinde Oberhaid energieversorgungsmäßig weitgehend autark. In diesem Zusammenhang stimmte der Gemeinderat auch der damit notwendigen Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes der Gemeinde Oberhaid zu.

Zum Abschluss der Sitzung bestimmte der Gemeinderat die Beauftragten für soziale Bereiche: Bestellt wurden als Senioren- und Behindertenbeauftragte Erika Rudel, Klaus Reinhardt und Norbert Then, als Jugendbeauftragte Dominik McCorley und Otmar Schels.