von unserer Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

Oberaurach — Die Regierung von Unterfranken hat die Grundschule Oberaurach als Pilotschule für das neue Programm "Offener Ganztag in Jahrgangsstufe eins bis vier" vorgeschlagen. Nachdem auch das Kultusministerium zugestimmt hat, kann die Gemeinde den Antrag stellen, wenn mindestens 14 der Erstklässler, die im September eingeschult werden, dafür angemeldet werden.
Sabrina Hubert von der Gemeindeverwaltung erläuterte dem Gemeinderat das Konzept, das grundsätzlich eine Betreuung bis 16 Uhr vorsieht, real könnten die meisten Kinder mit dem Bus um 15.45 Uhr nach Hause fahren. Für die Kinder aus den drei Schleichachorten sowie Hummelmarter und Fatschenbrunn müsste der reguläre Bus aus Eltmann zunächst zur Grundschule fahren.
Mit dem Roten Kreuz wurde ein Träger für die Nachmittagsbetreuung gefunden. Die Betreuung bringt für die Eltern keine Mehrkosten, lediglich für das Mittagessen, das verpflichtend dazugehört, muss ein Kostenbeitrag von rund 50 Euro im Monat geleistet werden.
Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf 5500 Euro pro Gruppe (im Endausbau also für vier Klassen), 33 700 Euro im Jahr trägt der Freistaat in Form einer Pauschale. Das Rote Kreuz würde auch für eine Woche in den Pfingstferien und zwei Wochen im August Ferienbetreuung anbieten, das würde jedoch pro Woche einen Elternbeitrag von 70 Euro bedeuten.
Die beiden Kindergärten in Oberschleichach und Kirchaich, die Schulkinderbetreuung anbieten, wurden im Vorfeld von der Gemeinde unterrichtet. "Ich sehe da kein Problem", erklärte dazu Julian Bayer, der Leiter des Kindergartens in Kirchaich. Die Kindergärten hätten ein anders geartetes Angebot.
Insgesamt war man sich im Gemeinderat einig, dass eine Schule heute ein Ganztagsangebot vorhalten müsse, dass womöglich in einigen Jahren die Ganztagsschule die Regel sei. Deshalb bedeutet es für die Grundschule insgesamt eine Aufwertung. Allerdings hat auch das neue Ganztagsangebot Lücken am Freitagnachmittag und im Großteil der Ferien.
Da die Antragstellung schnell erfolgen muss, wurde umgehend nach der Sitzung eine Befragung der angehenden Erstklässler-Eltern eingeleitet. Sie sollen in einer Woche melden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen wollen und ob sie die drei Wochen Ferienbetreuung ebenfalls nutzen würden. Für beide Varianten gilt eine Mindest-Teilnehmerzahl von 14. Inzwischen werden Räume dafür gesucht.