Haßfurt —  Der "goldene Oktober" macht seinem Namen alle Ehre und beschert der Haßfurter Kirchweih, die am Dienstag zu Ende geht, herrlichen Sonnenschein am wolkenlosen Himmel und sommerliche Temperaturen von über 20 Grad. So kamen am Kirchweihsonntag, an dem auch die Geschäfte geöffnet hatten, viele Haßfurter und Gäste zu dem traditionellen Fest in der Innenstadt.


Orgelmusik und Whiskyprobe

Dieses Jahr gab es zwar keine Fußgängerzone; doch in der Altstadt boten die Stadt und der Aktionskreis Haßfurt Aktiv (AHA) am Kirchweihsonntag genügend Attraktionen für Jung und Alt. Zum einen mit dem großen Vergnügungspark auf dem Marktplatz, zum anderen mit den Händlern, die ihre Waren feilboten, zum dritten durch kulinarische und kulturelle Angebote und zum vierten durch die Kirchweih-Angebote in den Geschäften. Daneben gab es am Sonntag eine Kinderkirche und am Abend ein Orgelkonzert in der Ritterkapelle, Führungen in der Ritterkapelle und im Dokumentationszentrum sowie eine Führung mit Wolfgang Jäger durch die Stadtpfarrkirche.
Zum ersten Mal hatte sich der neue Stadtmanager Marc Heinz an der Vorbereitung beteiligt. "Ich möchte den Leuten zeigen, dass Haßfurt auch zur Kirchweih ein Programm zu bieten hat, und habe heuer zusammen mit lokalen Anbietern, dem Weinhändler René Büchner, dem Winzer Christian Eller und Benny Weiler vom Weingut Dr. Heigel den Schwerpunkt auf die Themen Wein, Brände und Whisky gelegt", sagte er am Rande der Kirchweih.


Tragbares Festtagsgewand

Außerdem hatte er zusammen mit Renate Ortloff, der Kulturbeauftragten des Landkreises Haßberge, eine Präsentation der Haßberge-Tracht organisiert. So zeigten die Frauen der Dorfgemeinschaft Rügheim ihre selbst geschneiderte Tracht, während Renate Ortloff die Entstehungsgeschichte dieser neu geschaffenen Tracht Revue passieren ließ. "Wir haben aus historischer Kleidung aus den drei Altlandkreisen Haßfurt, Hofheim und Ebern Merkmale herausgearbeitet, sie vereint und daraus eine zeitgemäße, tragbare Festtags- und Werktags-Tracht gestaltet", sagte sie und warb darum, dass sich noch mehr Frauen für eine derartige Tracht begeistern lassen, sie selbst nähen oder nähen lassen. Nach ihrem Auftritt erhielten die Frauen aus Rügheim eine Rose aus der Hand von Heinz Marc, der damit die Kirchweih "offiziell" eröffnete.