Man kann vor dem Brauchtums- und Dorfkulturverein "Hegnabrunner Moggerla" nur den Hut ziehen: Was die Kerwa-Jugend mit den Mädels in ihren Dirndln und den jungen Burschen in Lederhosen am Sonntagnachmittag bei Dauerregen auf die Beine stellte, war aller Ehren wert. Coronabedingt war es eine "Kerwa auf Rädern": Mit vier Musikanten und einem Bierwagen wurde durch den Ort gezogen. Viele Bürger warteten schon an der Straße darauf, sich mit einem selbst gebackenen Kuchen für den Nachmittagskaffee versorgen oder sich ein frisch gezapftes Bier schmecken zu lassen.

Als sich der Kerwa-Tross gegen 13 Uhr im oberen Dorf auf die sechsstündige "Reise" durch die Straßen von Hegnabrunn machte, regnete es in Strömen. Die "Kerwa auf Rädern" deshalb kurzfristig abzusagen, kam für die Kerwa-Jugend und ihren Vorsitzenden Ralf Pistor aber nicht infrage: "Das zeigt auch die super Moral der Truppe, bei dem Sauwetter trotzdem durch den Ort zu ziehen. Ich denke, es war eine super Aktion."

Am Hegnabrunner Feuerwehrgerätehaus wurde eine Runde getanzt. Bei der Metzgerei Kauper wurden die Kerwa-Jugend und die Kerwa-Gäste von der Metzgerei bewirtet. Nicolas Peter, Öffentlichkeitsbeauftragter des Brauchtumsvereins, hatte den Eindruck, "dass die Leute das Bedürfnis hatten, diese Tradition wieder ein bisschen zu erleben". rei