von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Oswald

Forchheim — Bei der Personalplanung der Stadt geht es rund: Julia Scialpi, gerade erst als neue Kulturbeauftragte auserkoren, macht einen Rückzieher. Jetzt wird die im Auswahlverfahren zweitplatzierte Bewerberin nachrücken: Die Bamberger Historikerin Katja Browarzik.
Wie die städtische Pressesprecherin Brigitte Fuchs mitteilt, habe Julia Scialpi "aus privaten Gründen" beschlossen, nicht bei der Stadt Forchheim als Kulturbeauftragte zu beginnen. Sie habe ein anderes Stellenangebot in Heidelberg angenommen. "Sie hat uns mitgeteilt, dass ihr diese Entscheidung angesichts des eindeutigen Votums des Stadtrats sehr schwer gefallen sei - sie sei sehr beeindruckt vom vielfältigen kulturellen Leben in Forchheim", berichtet Pressesprecherin Brigitte Fuchs und gesteht: "Das war überraschend - auch für uns".
Für den Fall, dass es mit der Erstauswahl nicht klappen sollte habe der Stadtrat bei seiner Personalentscheidung Ende Juli jedoch beschlossen, die Zweitplatzierte nachrücken zu lassen "Einer erneuten Ausschreibung bedarf es deshalb nicht", betont die Sprecherin der Stadt. Katja Browarzik, Magister im Fach Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, sei somit die aktuell vom Stadtrat für die Stelle der Kulturreferentin ausgewählte Person. Die Stadt Forchheim und Katja Browarzik seien in Verhandlungen über die Modalitäten des Arbeitsvertrages getreten. Sobald die Verhandlungen unter Dach und Fach seien, werde die neue Kulturbeauftragte der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigt Pressesprecherin Brigitte Fuchs an.


Freudige Überraschung

Gegenüber unserer Zeitung erklärt Katja Browarzik, dass sie "freudig überrascht" sei, nun doch zum Zuge gekommen zu sein. Die 38-jährige bietet in Bamberg unter anderem kompetente und unterhaltsame Stadt- und Domführungen an.