Der Zeitrahmen ist eng gefasst: Bis November soll die Sanierung der Heuchelheimer Kirche abgeschlossen sein. Die Arbeiten an dem Kirchlein, das unter dem Patrozinium des heiligen Josef steht, sind dringend notwendig.

Seit einigen Jahren zeigen sich Risse an der Kirchendecke und Teile des Putzes haben sich gelöst. Die Filialkirchenstiftung hat daraufhin das Höchstadter Ingenieurbüro Georg Leyh mit einem Gutachten beauftragt.

Der Architekt habe festgestellt, dass die Schadensursache im Glockenturm zu suchen ist. Bei der Sanierung vor mehr als dreißig Jahren sei die Gebälkkonstruktion nicht fachgerecht eingebaut worden. "Wenn geläutet wird, bewegt sich das und verursacht die Schäden", erklärt Kirchenpfleger Gerhard Feller. Hinzu kämen ältere Schäden, die an der Decke des Langhauses festgestellt wurden.

In dieser Woche werde das Dach aufgemacht. Für die Arbeiten musste die Kirche innen und außen eingerüstet werden. Nach Beseitigung der Schäden werden sich Maler- und Stuckarbeiten im Kircheninneren anschließen.

Die Kosten sind nach den Worten des Kirchenpflegers auf rund 120 000 Euro veranschlagt. Die Erzdiözese habe eine Förderung von 65 Prozent zugesichert. Die Stadt Schlüsselfeld entschied in der Sitzung am Donnerstag über den Zuschussantrag aus Heuchelheim.

Nach den Richtlinien wurde die übliche Förderung von fünf Prozent auf die tatsächlichen Kosten zugesagt. Den Rest - die stattliche Summe von rund 40 000 Euro - muss die kleine Filialkirchengemeinde selbst aufbringen. "Wir sind auf Spenden angewiesen", sagt Kirchenpfleger Feller. Außerdem sollen Arbeiten soweit als möglich in Eigenleistung erbracht werden.

Altar von 1998 wird überarbeitet

Der Altar, den 1998 der Bildhauer Franz Hämmerle aus Windach am Ammersee geschaffen hat, wurde bereits ausgebaut. Er wird ebenfalls im Rahmen der Sanierung überarbeitet. Laut Homepage der Stadt Schlüsselfeld zählt Heuchelheim derzeit 233 Einwohner. Mehr als 200 davon sind katholisch.

Zwei- bis dreimal monatlich finden in Heuchelheim Gottesdienste statt. Die Kirchengemeinde halte mit Wortgottesdiensten und Andachten das geistliche Leben im Ort aufrecht, so Feller. Wie der Denkmalliste zu entnehmen ist, wurde die Kirche um das Jahr 1700 errichtet. Inmitten des Dorfes erhebt sie sich auf einer kleinen Erhöhung, umgeben mit einer Mauer, die einst den Friedhof einschloss.