Das wohl interessanteste gab es erst unter dem Punkt "Verschiedenes": Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) teilte in der Sitzung des Gemeinderates mit, dass am 11. November von 14 bis 19 Uhr in der Mehrzweckhalle ein sogenannter Infomarkt zum Thema Stromtrasse stattfinden soll.

Bei dieser öffentlichen Veranstaltung können sich die Bürger über dieses Südlink-Projekt, das bundesweit schon viele Schlagzeilen gemacht und für Proteste gesorgt hat, informieren. Bereits vor Jahren war die Rede davon, dass die Gemeinde betroffen sein könnte. Inzwischen ist klar, dass die 520-Kilovolt-Stromleitung mit zwei Kabeln zwischen der Autobahn und dem Dorf verläuft. Frühere Planungen sahen vier Kabelstränge und nur 260 Kilovolt vor, damit wäre die Trasse um einiges breiter geworden. Schon vor vier Jahren hatte Bürgermeister Zehner in einer Sitzung des Gemeinderates gesagt "wenn die Trasse in der Erde liegt, stört es mich eigentlich nicht". So kam es denn auch. Wegen des Widerstandes an vielen Orten wird diese Stromtrasse so gut wie überall unter die Erde verlegt. Die zweite Bürgermeisterin Sibylle Büttner (Bürgerliste) meinte, das Gelände über den Kabeln könne fast normal bebaut werden und "jedes Telefonat mit dem Handy ist viel verletzender". Fridolin Zehner ergänzte, die Belastung durch das von den Kabeln ausgehende Magnetfeld sei sehr gering.

Abwassergebühren neu

Der Gemeinderat senkte die Gebühr für Schmutzwasser von bisher 4,34 Euro pro Kubikmeter auf 3,10 Euro. Niederschlagswasser allerdings wird etwas teurer. Es kostet bisher 0,16 Euro pro Kubikmeter und steigt nun auf 0,19 Euro.

Diese Änderungen treten zum kommenden Jahreswechsel in Kraft. Grund dafür war, dass der vierjährige Kalkulationszeitraum für die Wassergebühren zum Jahresende ausläuft. Das Kommunalberatungsbüro Schulte und Röder erarbeitete deshalb neue Kalkulationen für die nächsten vier Jahre ab 2021. Zur Auswahl standen einerseits Gebühren mit einer Sonderrücklage (siehe oben) und andererseits ohne. Dann hätte ein Kubikmeter Abwasser sogar nur noch 2,08 Euro gekostet, Niederschlagswasser neun Cent. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für die Gebühr mit der Sonderrücklage. Diese dient der Finanzierung von Investitionen oder von Einnahmeschwankungen. mdb