In die Generalsanierung der ehemaligen Klosteranlage St. Michael in Bamberg fließen weitere Fördermittel aus dem Entschädigungsfonds Bayern. Wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) von ihrem Kabinettskollegen Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, erfahren hat, gibt es einen Zuschuss von 780 000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für den zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der Fassade. "Das imposante Gebäudeensemble auf dem Michaelsberg ist prägend für die Welterbestadt Bamberg. Es ist zugleich ein Ort des gelebten Glaubens, ein Zeugnis unserer tief verwurzelten Klostertradition und ein großartiges Kunstwerk. Bauwerke wie diese stiften Identität und sind ein Kompass zu unserer Kultur", sagte der Minister.

Die Anfänge des ehemaligen Benediktinerklosters St. Michael auf dem Michaelsberg gehen auf das beginnende elfte Jahrhundert zurück. Zu der Klosteranlage zählt unter anderem ein im Kern romanischer Kirchenbau, der nach einem Brand im 17. Jahrhundert, zur Zeit der Neugotik, wieder aufgebaut wurde. Im 18. Jahrhundert wurde dessen Fassade ganz im Zeichen des Barock umgestaltet. Bis heute sind die Stilmerkmale beider Epochen erhalten. Den Konventbau zieren Natursteinfassaden der Brüder Leonhard und Johann Dientzenhofer aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Im zweiten Bauabschnitt wird diese Fassade umfassend restauriert. Eigentümerin ist die Bürgerspital-Stiftung Bamberg. red