Wolfgang ortloff

15 Mitglieder des VdK-Kreisverbandes Haßberge besichtigten die Oberhohenrieder Landbrot-Bäckerei. Bekannt ist der Großbetrieb im Haßfurter Stadtteil unter dem Namen "Höreder Beck".
Der Firmenchef Eduard Wolf, Firmenchefin Andrea Wolf und der Produktionsleiter Andreas Bayer gaben der Gruppe, die unter der Leitung der früheren VdK-Kreisvorsitzenden Elfriede Kerker nach Oberhohenried gekommen war, die Erläuterungen zum Unternehmen. 1935 hatte der Großvater von Eduard Wolf ein Grundstück in Oberhohenried erworben und dort eine Bäckerei eingerichtet.
Die Backwaren ließ er im Dorfofen backen. Um nicht zu sehr in die Konkurrenz der heimischen Bäckereien einzutreten, fuhr er seine Brote mit dem Handwagen aus. Private Verkaufsstellen und Läden wurden zu Fuß oder später auch mit dem Pferdewagen beliefert.
Nach dem Krieg stieg die Nachfrage nach Gebäck und nach Brot. Der Firmengründer schaffte einen ausgedienten Armeelaster an, um die Auslieferung der Lebensmittel zu erleichtern und sein regionales Vertriebsnetz auszubauen. 1951 starb er unerwartet an den Folgen eines Unfalls.


Die nächste Generation

Um den Familienbetrieb erfolgreich weiterführen zu können, legte der damals 19-jährige Sohn Heinrich Wolf die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk ab. Über Jahre trug er die Familientradition nicht nur fort, sondern vergrößerte den Betrieb auch.
1987 wurde in Haßfurt der erste Laden eröffnet. Ein neuer Name musste her. Der Begriff "Oberhohenrieder Landbrot" war zu lang. Durch Zufall oder auch durch mündliche Weitergabe entstand die Bezeichnung "Höreder Beck".
1995 übernahmen Eduard Wolf und seine Frau Andrea Wolf den Familienbetrieb. Das Unternehmen ist auf 400 Mitarbeiter angewachsen; davon sind 100 am heimischen Standort, die anderen in den 45 Filialen. Und immer wieder kommen neue dazu. Die Märkte sind der Kreis Haßberge und die Regionen Gerolzhofen, Schweinfurt, Rhön-Grabfeld sowie Bamberg. Acht Verkaufsmobile sind unterwegs.