„Nicht alle sinnhaften Regelungen führen zu sinnvollen Ergebnissen“ konstatierte der regionale IHK-Vorsitzende Michael Thiem bei einer Zusammenkunft von Unternehmern aus dem Landkreis bei der Firma Peter Brehm in Weisendorf.

Um sich über bürokratische Barrieren aus dem Alltag von Firmen auszutauschen und Strategien zu entwickeln, diese Hindernisse zu überwinden, hatte Thiem den Beauftragten für Bürokratieabbau der bayerischen Staatsregierung, den Landtagsabgeordneten Walter Nussel , eingeladen.

Probleme für Nachhaltigkeit

Gerade im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens erläuterten die Unternehmer einige Beispiele, bei denen „zu gut gemeinte Gesetze unternehmerisches Handeln, das auf nachhaltige und umweltschonende Produktionsabläufe ausgerichtet ist, blockiert“, so Oliver Brehm, Chef der Peter Brehm GmbH in Weisendorf. Weitere Beispiele nannte Omicron-Geschäftsführer Richard Marenbach, der gerne seine Firmengebäude nach den neuesten Energiesparrichtlinien ausrichten möchte, dabei aber auf Widerstand von Behörden stößt, die die Interessen des Denkmalschutzes vertreten. „Leider werden dadurch meine Pläne, aktive Umweltschutzbeiträge zu leisten, durchkreuzt“, stellte Marenbach fest.

Maximilian Freiherr von Gagern appellierte an die Politik, dass „diese doch bei dem Transferprozess unterstützt werden sollten, durch den sowohl Energiekosten eingespart als auch alternative Energiequellen erschlossen werden können.“ Das führe im Ergebnis schließlich auch zu weniger Abhängigkeiten auf dem globalen Markt, so Max von Gagern. Walter Nussel versprach den Gesprächsteilnehmern, sich dieser Sache anzunehmen, und verwies auf seinen Auftrag, Betriebe „gegen Überlastung und Aufsagung“, wie es der Artikel 153 der bayerischen Verfassung festschreibt, zu schützen. red