Aufgrund der aktuellen Hochwassersituation zwischen Neustadt/A. und Höchstadt ist vorsorglich eine betriebliche Umstellung der Wasserherkunft durch die Fernwasserversorgung Franken (FWF) veranlasst worden.

Betroffen sind folgend versorgte Gemeinden und Ortsteile des Versorgungsbereiches Uehlfeld: Markt Burghaslach, Markt Dachsbach, Gemeinde Diespeck, Gemeinde Dietersheim, Gemeinde Gerhardshofen, Gemeinde Gutenstetten, Markt Ipsheim (hier nur Eichelberg), Markt Lonnerstadt, Markt Markt Taschendorf, Gemeinde Münchsteinach, Stadtwerke Neustadt a. d. Aisch (teilweise), Markt Uehlfeld und Markt Vestenbergsgreuth.

Chemische Parameter verändert

Dadurch wird sich im genannten Versorgungsbereich Uehlfeld der Fernwasserversorgung Franken die Wasserqualität temporär ändern. Chemische Parameter wie zum Beispiel die Trinkwasserhärte werden sich während der Dauer der Maßnahme bezüglich der Konzentration verändern. Die Grenzwerte nach Trinkwasserverodnung werden laut Pressemitteilung der Fernwasserversorgung Franken eingehalten.

Die Auswirkungen können demnach aufgrund des Transports und der Speicherung in dem weitläufigen Fernwasserversorgungssystem erst in den darauffolgenden Tagen spürbar werden.

Hintergrund: Der am Freitag begonnene Dauer- und Starkregen hat wie vorhergesagt bis Samstag für lang anhaltenden Niederschlag in weiten Teilen des Landkreises Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim gesorgt. Diese Niederschläge haben zu einem Jahrhunderthochwasser an der Aisch geführt, wovon auch die Uehlfelder Wassergewinnungsanlagen der Fernwasserversorgung Franken teilweise betroffen sind.

Am Montag habe die FWF nach eigenen Angaben mit einem umfangreichen Qualitätsmonitoring der Wassergewinnungs- und Verteilungsanlagen im Versorgungsbereich Uehlfeld begonnen. Die ersten Wasserproben sind durch das Labor bereits ausgewertet. Die Beprobung der Netzeinspeisung beziehungsweise des Wasserwerkausgangs habe keine Beeinträchtigung der Wasserqualität ergeben, die Parameter der Trinkwasserverordnung würden eingehalten.

Flankierend erfolgte die Inspektion der maßgeblichen Gefahrenpotenziale im Wasserschutzgebiet. Angesichts der Hochwasserlage und des damit verbundenen Risikopotenzials für die Wassergewinnungsanlagen wurden weitere Maßnahmen veranlasst.

Am Dienstag erfolgte eine vorsorgliche betriebliche Umstellung des Versorgungsbereichs Hüttendorf auf den Versorgungsbereich Uehlfeld, so dass es zur Veränderung der Wasserqualität kommt. Im Wesentlichen ist davon die Trinkwasserhärte betroffen. Alle Grenzwerte der Parameter der Trinkwasserverordnung des von der FWF verteilten Wassers würden weiterhin eingehalten. Die vorsorgliche Umstellung auf die Ersatzversorgung des Bereichs Uehlfeld erfolgt somit über den Versorgungsbereich Hüttendorf mit Wasser der Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW), welches über den Hochbehälter Hüttendorf bezogen wird.

Das Wasser stammt aus dem Mündungsgebiet Lech/Donau bei Genderkingen (Schwaben). Die FWF komme somit den Aufgaben gemäß ihrer Verbandssatzung nach und könne eine unterbrechungsfreie Wasserversorgung weiterhin gewährleisten. Dies zeige, dass für außergewöhnliche Naturkatastrophen eine redundante und vollwertige Ersatzwasserversorgung für Uehlfeld unverzichtbar sei.

Ableitung in Vorfluter

Der Betrieb der Brunnen und des Wasserwerks in Uehlfeld können laut FWF nicht eingestellt werden. Es wird ein Dauerspülbetrieb mit verringerten Durchflüssen eingerichtet. Die Ableitung des überschüssigen Wassers in die naheliegenden Vorfluter ist durch wasserrechtliche Bescheide abgedeckt.

Flankierend dazu erfolgt weiterhin ein engmaschiges Qualitätsmonitoring. Wenn sich die Hochwasserlage entspannt hat und die Risiken im Wasserschutzgebiet behoben sind, soll der Normalbetriebszustand wiederhergestellt werden. red