Vorteile Der besondere Effekt des Zwischenfruchtanbaus besteht in der Förderung der Bodenorganismen. Verdichtete oder durch Auswaschung geschädigte Böden lassen sich mit Zwischenfrüchten regenerieren. Auch gibt es Feldfrüchte, die nicht unmittelbar nacheinander angebaut werden sollten. Hier dient die Zwischenfrucht als trennende Kultur in der Fruchtfolge. Düngung In der modernen Landwirtschaft haben Zwischenfrüchte ihre Funktion als Stickstofflieferanten verloren (sogenannte Gründüngung), da aufgrund des hohen Viehbesatzes in der Massentierhaltung die vorhandenen Mengen an Stickstoff bereits sehr hoch sind. Durch gesetzliche Regelungen (Düngeverordnung) wird versucht, die Verwendung von Gülle und anderen tierischen Wirtschaftsdüngern so einzuschränken, dass die angebauten Kulturen die Nährstoffe gut aufnehmen können und Überdüngung vermieden wird. Da aber auch im Spätsommer und Herbst, wenn viele Ackerkulturen keinen Düngebedarf mehr haben, noch Dung anfällt, ist der Anbau von Zwischenfrüchten interessant. Sie nehmen dann Nährstoffe auf und geben sie im folgenden Frühjahr wieder ab, wenn die Hauptfrucht sie braucht. Sorten Auf dem Demonstrationsfeld in Kösten unter anderem verwendete Zwischenfrüchte sind Saatwicke, Alexandriner-Klee, Ramtill-Kraut, Perser-Klee, Senf, Ölrettich, Ackerkresse, Phacelia (Bienenfreund), Rauhafer und Öl-Lein.