"Wenn es darum geht, seine Feuerwehr ins rechte Licht zu rücken, lässt sich euer Kommandant immer wieder etwas Neues einfallen." Mit diesem lobenden Kommentar quittierte Kreisbrandrat Manfred Lorenz während der abschließenden Manöverkritik den mit seinem Amtsvorgänger Sandor Aladi beobachteten, in allen Teilen gelungenen Ablauf einer Schauübung im Herzen der Marktgemeinde. Aktive aus Feuerwehr und BRK-Bereitschaft (einschließlich Nachwuchskräften) sowie der First-Responder-Ausbildung demonstrierten eindrucksvoll ihre Einsatzbereitschaft für den Ernstfall.
Traditionell bildet eine gemeinsame Hauptübung der drei in der Stammgemeinde etablilerten Hilfsorganisationen im Rahmen der Brandschutzwoche den Abschluss des Sonnefelder Kirchweihwochenendes. Nach Plänen von Kommandant Dirk Bauer galt es, einen nur über unzureichende Flurwege erreichbaren Vegetationsbrand in der Umgebung der Marktgemeinde wirkungsvoll zu bekämpfen. Da kam die Bieberbacher Ortsteilwehr ins Spiel, die hinter einem FW-Leitfahrzeug der Stammgemeinde mit einem traktorbespannten und geländegängigen Tragkraftspritzenanhänger anrückte. Weit über 150 interessierte Einwohner - darunter auffällig viele Kinder und Jugendliche - verfolgten als Zaungäste das absichtlich nicht von Ernstfallhektik geprägte Szenario an verschiedenen Schauplätzen in der Ortsmitte rund um und im Domänenbereich, während der Kommandant über einen transportablen Lautsprecher die einzelnen Schritte der lehrreichen Schauübung ausführlich erläuterte und stellvertretender Kommandant Norbert Wurst den Einsatz leitete. Über eine mitgeführte, tragbare TS-8/8-Ausrüstung wurde Löschwasser aus dem nahen Schulteich entnommen und in einer mehrere Hundert Meter langen Schlauchstrecke zum neuen Domänenparkplatz geleitet. "Da spielen kleine Ortswehren ihren Vorteil aus. Da ist sportliche Manpower gefragt. Da braucht man kein Fitnesstudio mehr", kommentierte Bauer die Aktionen Schritt für Schritt. Bis zu 200 Meter Schlauchleitung aus Metallhaspeln kann ein einzelner Feuerwehrmann im Ernstfall kuppeln und verlegen. Ein Arbeitstrupp war indes mit Aufbau und Befüllen transportabler Wasserbehälter als Vorratspuffer beschäftigt.


Sie wissen Bescheid

"Was macht ein Feuerwehrmann, wenn er im Brandfall in ein verrauchtes Gebäude geschickt wird?", fragte Kommandant Dirk Bauer umstehende Jugendliche, die den Übungsablauf verfolgten, ebenso wie die drei Sonnefelder Bürgermeister Michael Keilich (CSU), Claus Höcherich (GUB) und Friedrich Übelhack (CSU). "Dann kommen besonders ausgerüstete Aktive mit Atemschutzgeräten zum Einsatz", war die ebenso spontane wie fachkundige Antwort. oe