Seit 1. Juli dürfen nun wieder alle Kinder die generalsanierte und erweiterte Kindertagesstätte St. Magdalena besuchen. Träger der Einrichtung ist die katholische Kirchenstiftung St. Magdalena. 75 Kindergartenkinder und zwölf Krippenkinder können jetzt in St. Magdalena betreut werden. Davon haben drei Kinder Migrationshintergrund, ein Kind hat einen erhöhten Förderungsbedarf. 13 pädagogische Mitarbeiter, darunter auch ein männlicher Erzieher, kümmern sich um das Wohl der Kleinsten und bereiten sie auf einen guten Start ins Leben vor.

Es läuft fast alles auf "Normalbetrieb" und die Kindergartenkinder aus der Sonnen-, der Mond- und der Sternengruppe sowie die Krippengruppe "Sterntaler" haben sich sehr schnell und gut in ihren neuen Räumlichkeiten eingewöhnt. Die hellen und lichtdurchfluteten Räume mit dem ansprechenden Farbkonzept laden ein zum Verweilen, zum Entdecken und Erforschen und natürlich auch zum Spielen.

Silvia Bittroff, die Leiterin der Kita, ist sehr froh, dass der Umzug aus der Container-Anlage geschafft ist und alle Räumlichkeiten termingemäß fertiggestellt wurden. Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang für die gute Zusammenarbeit bei Dieter Nitsche vom begleitenden Büro Format4ier aus Litzendorf, der immer ein offenes Ohr für die Anliegen des Teams hatte. Ihr Dank galt aber auch der Gemeinde Strullendorf und der Kirchenverwaltung St. Magdalena für tatkräftige Unterstützung.

Beim Bau wurde besonderer Wert auf die hohe energetische Effizienz und auf die Nachhaltigkeit aller Baustoffe gelegt. Die Heizung erfolgt über eine Sole-Wärmepumpen-Anlage und alle Räume sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Ein Behinderten-WC und ein Plattformlift ermöglichen den barrierefreien Zugang für Kinder mit Einschränkungen. Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro wurden für diese Baumaßnahmen veranschlagt. Eine genaue Abrechnung kann noch nicht vorgelegt werden. Die Gemeinde Strullendorf erhält dafür Zuschüsse von rund 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes und aus dem Investitionsprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung.

Natürlich verlangt die Corona-Pandemie weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit und die Beachtung von Infektionsschutzmaßnahmen in der Kindertagesstätte. Ein entsprechendes Hygienekonzept ist nach den Maßgaben der Bayerischen Staatsregierung und des Trägers erstellt worden. Die Eltern bringen ihre Kinder im Normalfall bis an die Kindergartentüre und übergeben sie dann einer Erzieherin. Die Kinder waschen ihre Hände, wenn sie ankommen und wenn sie gehen, und werden angehalten, dies auch über den Tag hin öfters zu tun. Ein gemeinsames Essen aller Kinder im neuen Bistro kann noch nicht stattfinden. Die in der Kindergartenkonzeption vorgesehenen teil-offenen Gruppen sind derzeit noch nicht möglich. Abstandhalten geht in einer Kindertagesstätte nicht immer und wenn ein Kind traurig oder ängstlich ist, dann will es getröstet werden und wird dann auch auf den Arm genommen.

Einschränkungen

Trotz des Umzugs hat die Einrichtung in reduzierter Form am Wettbewerb "Öko-Kids" teilgenommen. Die Voraussetzungen zur Teilnahme am Wettbewerb und ihre Umsetzung mussten vonseiten des Veranstalters coronabedingt zwangsläufig angepasst werden. Silvia Bittroff bedauert es sehr, dass die aktuelle Situation zum Beispiel kein Übernachtungsfest für die zukünftigen Schulkinder zulässt. Für sie steht jedoch nach wie vor der Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und für die Kinder an oberster Stelle.

Bereits am 29. April segnete Pfarrer Marianus Schramm bei einer kleinen und kurzen Feier, ausschließlich im Beisein des Personals und von Petra Schwantes, der Kita-Beauftragten des Trägers, die neue Einrichtung. Wenn es die allgemeine Situation wieder erlaubt, dann wird es ein großes Einweihungsfest geben, zu dem dann alle schon jetzt ganz herzlich eingeladen sind.