Dank des Engagements der Schneyer Vereine und der Spendenfreudigkeit mehrerer Firmen kann der größte Lichtenfelser Stadtteil mit zwei sehr gut gelungenen großen Ortstafeln (wenngleich auch mit einem kleinen Schreibfehler, nämlich einer großen Letter bei "Willkommen" anstelle einer kleinen) am jeweiligen Ortsbeginn aus Richtung Lichtenfels und Michelau seine Besucher oder auch nur die durch den Ort fahrenden Bürger einen herzlichen Willkommensgruß entbieten.
So fanden sich kürzlich am Orteingang oberhalb des Vereinsheims des FC Schney zahlreiche Bürger zu einer kleinen Einweihungsfeier ein. Stadträtin Elke Werner, die sich sehr um das Projekt bemüht hatte, erinnerte in ihrer Begrüßungsrede daran, dass unter anderem Stadtrat Rudi Breuning schon vor Jahren die Aufstellung von Ortstafeln angeregt hätte und freute sich, dass nun diese Bestrebungen in die Tat umgesetzt werden konnten.


Heimische Firmen beteiligt

Die Tafeln erstellten heimische Firmen. Die Stahlkonstruktion fertigte Bernd Gleitsmann, von dem auch die Planung stammt, die Fundamente die Firma Kugler, das Flechtwerk Bernd Witzgall und die grafische Gestaltung Ruck-Werbedruck. Die beiden Fotos stammen vom Hobbyfotografen Klaus Wendel. Bei der Aufstellung halfen Erich Wachsmann, der Vorsitzende der Feuerwehr Schney, und sein Feuerwehrkollege Patrick Nielsen mit. Die Kosten für die beiden Tafeln konnten zum einen aus dem Erlös der Adventsfeier der Schneyer Vereine auf dem Schlossplatz in Höhe von 1400 Euro und zum anderen durch Firmenspenden in Höhe von 2400 Euro aufgebracht werden.


Sonnenuntergang zum Abschied

Elke Werner bedankte sich herzlich bei den Schneyer Vereinen sowie bei den Spendern. Ihr Dank galt auch dem Obst- und Gartenbauverein für die Organisation insbesondere in finanzieller Hinsicht. Auf den beiden Tafeln ist neben dem Gruß "Herzlich Willkommen in der Schney" und dem Lichtenfelser Stadtwappen die wohl schönste Ansicht von Schney zu sehen, nämlich ein Foto von der evangelischen St.-Maria-Kirche mit dem Schloss im Hintergrund. Fährt man durch den Ort in Richtung Michelau, dann wird man mit einem auf der Rückseite der Willkommenstafel befindlichen Bild eines Sonnenuntergangs über Schney und den Worten "Auf Wiedersehen in der Schney" freundlich verabschiedet.
Ein herzliches Dankeschön des Bürgermeisters Andreas Hügerich galt allen an dem Projekt beteiligten Vereinen und Bürgern. Dieses ehrenamtliche Engagement stehe für den Zusammenhalt und den Gemeinschaftsgeist der Bürger in der Schney.
Natürlich wurden die Tafeln auch von den beiden Pfarrern, der evangelischen Pfarrerin Tanja Vincent und dem katholischen Pfarrer Roland Neher gesegnet. Die Pfarrerin stellte die Bedeutung der Begrüßungstafel mit dem Bild heraus. Wer hier durch den Ort fahre und das herausragende Motiv des Fotos sehe, werde erkennen, dass es sich hier um einen einladenden Ort mit einigen schönen Plätzen handelt, in dem man willkommen sei. Man merke auch, dass man in der Korbflechterregion sei, in der ein Handwerk gepflegt wird, das in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen wurde und in der Tradition und Moderne zusammenpassen. Manchmal werde auf dem Geflecht noch eine weitere Tafel zu sehen sein, nämlich mit einem Hinweis auf das nächste Fest, womit das aktive Ortsleben aufgezeigt werde. Ein Ausdruck des Willkommens sollen die neuen Tafeln sein, meinte auch Pfarrer Neher und er bat um den Segen Gottes für die Leute, die sich in den Dienst des Gemeinwohls stellen. Anschließend traf man sich noch zu einer kleinen Feier im Vereinsheim des 1. FC Schney. Alfred Thieret