Die ausgewogene Ernährung spielt aktuell eine große Rolle in der Gesellschaft. Vegetarier, Veganismus und Vitamine sind längst keine unliebsamen Vokabeln mehr. Auch die Social Media-Plattformen sind voll mit Fotos von kunstvoll angerichteten Goji-Beeren, Chia-Samen und tropischen Früchten. Kurzum: lauter Superfood, das voller wichtiger Nährstoffe steckt. Von den horrenden Preisen abgesehen, steckt jedoch eine aufwendige Logistik hinter diesen Importen. Eine einfache und mindestens genauso gesunde Lösung lautet da: regionale Lebensmittel kaufen.
Was den Transport angeht, werden Emissionen verringert, da die Ware - wie es der Name schon verrät - in der Region bleibt. Umwelt und Geldbeutel sind dankbar für diese Einsparung. Wer noch genauer hinsieht, stellt fest, dass Obst und Gemüse in Bio-Qualität aus dem Freilandanbau weniger CO2 als Lebensmittel aus Gewächshäusern verursacht. Damit fällt auch zusammen, dass die Lebensmittel weniger behandelt werden müssen, da sie keine lange Anreise benötigen. Verbraucher erhalten geschmacklich ausgereifte Produkte, die entsprechend ihrer Saison vollwertige Nährstoffe und Vitamine enthalten - quasi Superfood aus der Heimat.


Im Zweifelsfall nachfragen

Gleichzeitig wird mit dem Kauf heimischer Produkte die lokale Wirtschaft gestärkt. Arbeitsplätze in der Region bleiben erhalten, wenn den lokalen Erzeugern Vertrauen entgegengebracht wird. Regionale Lebensmittel werden oft direkt ab Hof, auf dem Wochenmarkt oder in Supermärkten verkauft. Dort sind sie meist separat ausgezeichnet oder unter regionalen Hausmarken zu finden. Bei verarbeiteten Lebensmitteln kann es jedoch sein, dass sie zwar hauptsächlich in der Region behandelt wurden, die einzelnen Rohstoffe jedoch importiert sind. Eine Nachfrage beim Verkaufspersonal im Laden oder auf dem Wochenmarkt schafft Klarheit.


Das Regionalfenster

Der Begriff "Region" ist allerdings nicht genau definiert und geschützt. Eine Region kann genauso Süddeutschland sein wie Franken oder Nürnberg. Um dahingehend Transparenz für die Käufer zu schaffen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Kennzeichen "Regionalfenster" initiiert. Bundesweit einheitlich, ist dies eine freiwillige Angabe auf den Lebensmitteln, bei der auf einen Blick erkennbar ist, woher die Rohstoffe stammen und verarbeitet wurden. Eine jährliche und unabhängige Kontrolle gewährleistet, dass die Angaben im Regionalfenster stimmen. imü