Die Kickboxabteilung der Sportgemeinschaft Rödental hatte zum offenen Bayernpokal aufgerufen und 500 Athleten aus 90 Vereinen gaben sich am Samstag in der HUK-Coburg-Arena ein Stelldichein.

Beim offenen Bayernpokal konnte jeder Kickboxer an den Start gehen, auch wenn er nicht dem Bundesfachverband für Kickboxen (WAKO) angehört. Die Kickbox-Meisterschaft sei das erste große Tagesturnier im Bundesgebiet, und bei keinem Wettkampf stehen sieben Kampfflächen für die Sportler bereit, sagte Organisator Jochen Paulfranz. Die HUK-Coburg-Arena sei für einen solchen Wettkampf einfach ideal, lobte er. Bemerkenswert sei auch die Tatsache, dass hier in Coburg kein Eintrittsgeld für die Zuschauer erhoben werde. "Wir wollen, dass alle an dem Sport Spaß haben."

WAKO-Präsident Jürgen Schorn aus Ebern (6.DAN Kickboxen, gleichzeitig Vizepräsident der WAKO Bayern, und Rudi Brunnbauer, Vizepräsident der WAKO und Präsident der WAKO Bayern, lobten vor der großartigen Kulisse die gelungene Vorbereitung der Meisterschaft. Aus der Region gingen Sportler der SG Rödental, vom SV 2000 Ebern, der Kampfsportschule Bushido Coburg und von der Turnerschaft Kronach 1861 an den Start.

Als ehemaliger Ju Jutsu kann sich Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) nicht richtig fürs Kickboxen begeistern, wie er einräumte. Während seiner Zeit beim Bundesgrenzschutz hatte Tessmer Ju Jutsu mit Leidenschaft betrieben. Landrat Sebastian Straubel (CSU) hat sich als Jugendlicher lieber dem Zuschauen beim Fußball oder Handball verschrieben.

Rödentals Bürgermeister Marco Steiner ist stolz auf die SG Rödental, auch wenn sie das Event nicht zuhause organisierte. Die Sportler würden in der HUK-Coburg-Arena ideale Rahmenbedingungen vorfinden. Welche Bedeutung die Kickboxer in Rödental haben, werde bei der jährlichen Sportlerehrung deutlich, betonte Steiner. Michael Scheler, Vorsitzender Sportgemeinschaft Rödental, hob hervor, dass Jochen Paulfranz es nunmehr zum fünften Mal geschafft habe, Spitzensportler in die Region zu holen.

Gut 50 Helfer bereiteten am Freitagnachmittag die Halle für den Wettkampf vor.

Sanitäter gefragt

Während der Wettkämpfe standen die Sanitäter der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes parat, um den Athleten zu helfen. Lena Langguth, Denis Röck und Jan Seiler hatten am Samstag die erste Schicht übernommen. Zum Ausruhen kamen die drei nicht. Blutige Nasen mussten ebenso behandelt werden wie Verletzungen, die mit Eis gekühlt wurden. Auch ein "Ringarzt" war permanent vor Ort.

Max Paulfranz, Sohn des Erfolgstrainers und selbst sehr erfolgreichen Kickboxers Jochen Paulfranz, ging für die SG Rödental gleich zweimal an den Start. Im Pointfighting Junioren in der Wertung bis 63 kg und in der Wertung bis 69 kg ging das Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft und des Bayernkaders auf die Kampffläche. Trotz aller Vorbereitung hatte Paulfranz diesmal Pech und kam über den fünften Platz in beiden Disziplinen nicht hinaus. des