Zahlreiche Anwohner des Aischer Sattelweges hatten sich am Mittwochabend im Bereich des dortigen Wendehammers eingefunden, um gemeinsam mit den Mitgliedern des Adelsdorfer Bau- und Umweltausschusses eine Lösung für das Parkproblem in der Zufahrt zum Wendehammer zu finden. Mitinitiatorin Marion Freitag und ihre Mitstreiter bemängelten, dass aufgrund der parkenden Fahrzeuge Mülllastern, Rettungswagen und Feuerwehr kaum eine Möglichkeit zum Durchkommen bliebe.

Schon Anfang Dezember hatte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) sich selbst ein Bild von der Situation gemacht, bereits einen Tag später wurde ein temporäres Parkverbotsschild aufgestellt. Als Möglichkeit stand nun im Raum, die kleine Verkehrsinsel im Zentrum des Wendehammers aufzulösen und dort zwei Parkplätze zu schaffen oder aber das Parkverbot im Bereich der Zufahrt dauerhaft zu erlassen.

"Ich würde zwei Halteverbotsschilder fest anbringen und abwarten, wie es sich entwi-ckelt", schlug Fischkal vor. Ein weiteres Problem offenbarte der Kommandant der Aischer Wehr, Andreas Dittner, im Einfahrtsbereich des Sattelweges, wo es aufgrund der Enge der Straße zu knapp wird für ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Abhilfe will Fischkal durch das Versetzen zweier Straßenlampen schaffen, was sich die Gemeinde 3500 Euro kosten lässt.

Straßen neu bewerten

In der Aischgrundhalle wurde dann die Sitzung mit einem Antrag der SPD-Fraktion fortgesetzt, bei dem es um eine Aktualisierung der Straßenbewertung ging. "Momentan arbeiten wir auf der Basis der Straßenbewertung von 2010", erklärte Norbert Lamm. "In den letzten zehn Jahren hat sich der Zustand vieler Straßen deutlich verschlechtert. Es geht uns nicht nur um die normalen Straßen, sondern auch um die Fuß- und Radwege." Die Kosten für eine Straßenbewertung bezifferte Lamm in seinem Antrag mit 35 000 Euro.

"Grundsätzlich ist das ein gutes Instrument, aber ich bin halt mit dem Zeitrahmen am Hadern", ging Fischkal auf den Antrag ein. "Wir sind momentan mit dem Oberdorf beschäf-tigt, mit Feinplanung und Bürgerbeteiligung. Das Oberdorf ist eine riesengroße Baumaßnahme, die sich über vier, fünf Jahre hinziehen wird, da wird Herr Wolff eine Menge Zeit investieren müssen." Fischkal schlug vor, sich 2022 mit dem Thema Straßenbewertung erneut auseinanderzusetzen.

"Ich möchte die Dringlichkeit unterstreichen", unternahm Lamm einen erneuten Vorstoß. "Ich möchte, dass man noch dieses Jahr hingeht, sich die Straßen anschaut und sich Gedanken macht. Die Straßen sind schon jetzt zum Teil in einem schlechten Zustand."

"Ich bin erstaunt, Herr Wolff, dass Sie uns Unterlagen geben, die zehn Jahre alt sind", wandte sich Norbert Birkner (ABWI) direkt an den Tiefbautechniker. Er hätte gerne, dass man den Antrag ab Juli nochmals vorstellt. Einstimmig beschlossen wurde schließlich, sich den Antrag Mitte des Jahres erneut anzusehen und die Bewertung 2022 durchführen zu lassen.