Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen diskutierten über das für die Kreisstadt so wichtige Thema "Bürgerspital". Franz Köstner zeigte sich darüber verärgert, dass es so lange gedauert hat, eine Machbarkeitsstudie auf den Weg zu bringen. Jetzt müsse zielgerichtet gehandelt werden.

Stadtrat Peter Witton könnte sich als bestes Konzept vorstellen, dass ein Teil des Bürgerspitals im Erdgeschoss für rüstige Senioren behindertengerecht hergerichtet wird, darüber könnten Studentenwohnungen entstehen, für die wesentlich geringere Umbaukosten zu erwarten seien. Mieteinnahmen könnten für die Belange der Spitalstiftung genutzt werden. Möglich wäre, dass der Kreisjugendring (KJR) das Obergeschoss des Altbaus im Anschluss an die Kapelle nutzt. Bei einer Renovierung dieses Bereichs als Büroräume für den KJR und die Gleichstellungsstelle, die ja personell verbunden sind, könnte die wertvolle alte Bausubstanz fast vollständig erhalten bleiben.

"Bei diesem Mischkonzept könnten alle zufrieden sein, das finde ich plausibel", meinte Kreisrat Matthias Rudolph. Senioren, Studenten und Jugendarbeit wären unter einem Dach vereint. Letztendlich müsse aber die Machbarkeitsstudie abgewartet werden.

Es sei klar, dass ein Umbau des Bürgerspitals zum reinen Wohnraum für Senioren nicht machbar sei, meinte Odette Eisenträger-Sarter. rg