Die Ortsgruppe Engelhardsberg im Fränkische-Schweiz-Verein (FSV) besteht heuer 50 Jahre. Der Verein wurde am 5. April 1967 im Gasthaus "Heumann" aus der Taufe gehoben. So stand auch die jüngste Mitgliederversammlung ganz im Zeichen dieses runden Geburtstages.
Antriebsmotor für die Gründung des Heimatvereines war der damalige Dorfschullehrer Hermann Fischer. Zehn Personen, ausschließlich männlichen Geschlechts, trugen sich als Gründungsmitglieder ein: Herrmann Fischer, Bürgermeister Georg Ziegler, Adam Heumann, Konrad Sebald, Hans Distler, Konrad Hofmann, Konrad Kutzberger, Hans Endres, Hans Beyer und Hermann Sebald.


Das letzte Gründungsmitglied

Letzterer berichtete als einziges noch lebendes Gründungsmitglied in einem kurzen Abriss aus der Vereinsgeschichte. So stehe der Gründungszweck, die Heimat und ihre Traditionen zu beleben und zu pflegen, bis heute im Mittelpunkt der Vereinsarbeit. Die Mitgliedersammlung fand im Schießhaus "an der Leitn" statt.
Nach dem Bericht der Vorsitzenden, Christiane Holzmann, müsse ein Großteil der Arbeiten für die Betreuung und den Unterhalt des 35 Kilometer langen Wanderweges aufgewendet werden.
Highlights auf diesen Wegen seien die Aussichtspunkte "Hohes Kreuz" und "Adlerstein" sowie die mächtigen Felsformationen des "Quakenschloss" und der "Riesenburg". Diese vier Naturdenkmäler seien Anlaufstellen vieler Wanderer und bedürfen zu ihrer Begehbarkeit einer besonderen Pflege.


Weitere Aufgaben des Vereins

Zu den weiteren Aufgaben des Vereines gehörten die Erhaltung der Osterbräuche wie Brunnenschmücken und Ostersingen. FSV-Hauptvorsitzender, Reinhardt Glauber, bekannte: "Es ist schön, dass es Menschen gibt, die bereit sind, immer wieder mitzumachen." Im gesamten Vereinsgebiet kümmerten sich mittlerweile über 140 Heimatfreunde um den Erhalt des über 4000 Kilometer langen Wanderwegenetzes.
Der Hauptvorsitzende nahm die Ehrung von langjährigen und treuen Mitgliedern vor. Walter Seliger, Irma Sebald und Hermann Sebald sind 25, 40 und 50 Jahre beim Verein. Dafür gab es Urkunden und Ehrenzeichen. Bürgermeister Helmut Taut (FW) lobte, dass der Unterhalt von Wanderwegen sowie die Pflege von Volks- und Brauchtum nur die Heimatvereine stemmen könnten. Somit gelte auch der Glückwunsch des Marktes Wiesenttal dem 50-jährigen Bestehen der Engelhardsberger FSV-OG. Die abschließende Neuwahl der Vorstandschaft verlief problemlos. Es wurden Christiane Holzmann, Christa Endres und Konrad Sponsel in ihrem Ämtern als erste und Zweite Vorsitzende sowie als Kassier bestätigt. Erika Fichtel und Walter Seliger kümmern sich weiterhin um die Wanderwege. Robert Roth kam als Schriftführer neu hinzu. hl