Untermerzbach/Ummerstadt — In diese Initiative, die über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinausreicht, setzt Untermerzbachs Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) große Hoffnungen. Damit sollen Zuschüsse aus Mitteln der Europäischen Union in den Itzgrund geholt werden: Bei der Mitgliederversammlung wählte die "Initiative Rodachtal" einen neuen Vorstand. Anders als die Neun-Sterne-Gemeinden im Steigerwald und im Maintal orientiert sich Untermerzbach wegen seiner Randlage im Kreis Haßberge in Richtung Coburg und Thüringen.
Die Neuwahl der Rodachtalinitiative war nötig geworden durch die Bürgermeisterwahlen in den bayerischen Mitgliedsgemeinden, die personelle Wechsel mit sich brachten. Der bisherige Vorsitzende, Hendrik Dressel, war Ende April als Bürgermeister von Seßlach aus dem Amt geschieden. Auch an der Spitze im Weitramsdorfer Rathaus hatte es einen Wechsel gegeben: Christian Gunsenheimer wurde von Wolfgang Bauersachs abgelöst.
Somit startet die "Initiative Rodachtal" mit einer neuen Mannschaft in die neue EU-Förderperiode 2014 bis 2020. Verstärkt wird die Regionalinitiative, die bisher aus neun bayerischen und thüringischen Gemeinden bestand, ab sofort durch die neu hinzugekommene zehnte Mitgliedsgemeinde Untermerzbach aus dem Landkreis Haßberge. Zu Beginn der Förderperiode stehen für die "Initiative Rodachtal" und den Vorstand nun die Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (Ilek) und damit die Planung von neuen Projekten vorne an. Noch bis 27. Juni 2014 ist es für alle Bürger aus der Region möglich, sich mit ihren Ideen aktiv auf der Online-Beteiligungsplattform zum Thema "Ziele und Visionen" einzubringen. Die Beteiligungsplattform ist unter http://beteiligung.initiative-rodachtal.de erreichbar. Vom 14. Juli bis 29. August 2014 schließt sich eine zweite Online-Runde an, dann zum Thema "Projekte und Ideen".
Seit 1990 besteht im Rodachtal bereits eine grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Thüringen und Bayern im Förderverein Veste Heldburg. 2001 wurde schließlich die "Initiative Rodachtal e. V". durch die Kommunen Bad Colberg-Heldburg, Ummerstadt, Straufhain auf Thüringer Seite und Seßlach, Bad Rodach und Weitramsdorf auf bayerischer Seite gegründet, um das Zusammenwachsen der Region und die grenzüberschreitende Regionalentwicklung zu fördern. Insbesondere für die Thüringer Gemeinden ergab sich daraus die Chance, aus der Randlagensituation herauszukommen und Kontakte in den Raum Coburg zu entwickeln. 2007 kamen mit den bayerischen Gemeinden Ahorn, Itzgrund und der Thüringer Gemeinde Westhausen weitere Partner dazu.

Vertreter für fast 30 000 Bürger

Seit Juni neu dabei ist die unterfränkische Gemeinde Untermerzbach. Damit umfasst das Gebiet nun Gemeinden aus drei Landkreisen und 29 629 Einwohner. Die Initiative Rodachtal versteht sich als Kristallisationspunkt aller Aktivitäten, die der Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Wirtschaft ebenso wie der sozialen Entwicklung und der regionalen Identität dienen. red