Beschäftigte von Brose und Waldrich Coburg sowie Valeo Klimasysteme Bad Rodach haben in dieser Woche gegen Stellenabbau und Sparprogramme demonstriert. Aufgerufen hatte dazu die Industriegewerkschaft Metall anlässlich ihrer Aktionswoche "Sicherheit statt Zukunftsangst".

"Viele Unternehmen scheinen nach Jahren mit glänzenden Gewinnen jetzt die Corona-Krise ausnutzen zu wollen, um Kosten zu sparen und Profite zu steigern. Sie wittern die Gelegenheit, die eigenen Versäumnisse unter dem Deckmantel der Krise auf Kosten der Beschäftigten zu beheben", heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall Coburg. Jürgen Apfel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Coburg, meint: "Der Ärger der Beschäftigten über die Sparprogramme wächst. Statt kreativ und tatkräftig die Zukunft zu gestalten, kommen die Arbeitgeber immer wieder mit den Steinzeitmethoden Verlagerung und Personalabbau. Und das trotz des großen Einsatzes ihrer Beschäftigten, gerade in der Corona-Pandemie."

Ein Personalabbau zeichnet sich gerade in der Automobilzulieferindustrie ab, weshalb die IG Metall Coburg Aktionen bei Brose Coburg und Valeo Klimasysteme Bad Rodach am Montag durchführte. Auch beim durch Personalabbau leidgeprüften Maschinenbauer Waldrich setzte die IG Metall am 13. Oktober zu Beginn der Frühschicht ein Zeichen für Beschäftigungssicherung. Die IG Metall fordert die Unternehmen auf, in der Krise Arbeitsplätze zu erhalten und in die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Standorte zu investieren. Jürgen Apfel weiter: "Die Unternehmen müssen in neue Produkte und Produktionsanlagen investieren, um die Standorte vor Ort für die Zukunft aufzustellen. Es braucht Innovationen und klare Bekenntnisse für die Belegschaften, statt Zukunftsangst durch Arbeitsplatzbedrohung. Gerade Betriebe, die in der Krise Staatsgelder kassiert haben, dürfen keine Stellen abbauen."

Überall in Bayern demonstrieren die Beschäftigten in der Aktionswoche vom 12. bis 16. Oktober für sichere Arbeitsplätze und Investitionen in die Zukunft der bayerischen Standorte. Und der bayerische IG Metall-Chef Johann Horn sagt: "Die Unternehmen müssen in Zukunftstechnologien investieren - und in die Qualifizierung der Beschäftigten. Innovation, Investition, Modernisierung für neue Produkte und Fertigungen muss die Strategie sein. Ein solcher Unternehmergeist ist jetzt nötig, um unseren Industriestandort für eine ökologische, klimafreundliche und soziale Zukunft weiterzuentwickeln." red