von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Wachenroth — Das Feuerwehrhaus im Wachenrother Ortsteil Warmersdorf ist in einem baulich schlechten Zustand. Insbesondere das Dach des in den Jahren 1975/76 errichteten Gebäudes ist undicht.
In ihrer Sitzung, in der auch der Haushalt des laufenden Jahres verabschiedet wurde, beschlossen die Wachenrother Räte, zunächst einmal 10 000 Euro als Planungskosten in den Etat einzustellen. "Grundsätzlich" zeigten sich die Räte damit einverstanden, dass das Haus saniert und eventuell zu einem Gemeinschaftshaus erweitert wird. Derzeit ist aber noch nicht klar, wann und aus welcher Quelle Finanzmittel zur Verfügung stehen.
"Im Falle einer Durchführung" geht die Gemeindeverwaltung von "Investitionskosten im sechsstelligen Bereich" aus. Eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung habe das Amt für ländliche Entwicklung "nicht unbedingt in Aussicht gestellt".

Ein offizieller Antrag fehlt

Noch gebe es ein Gasthaus im Ort und auch für die alte Gemeinschaftskühlanlage wird nach einer Lösung gesucht. Eine Förderung sei zwar im Rahmen der Feuerwehrrichtlinien möglich, sie beinhalte jedoch wesentlich geringere Fördersätze als die der Dorferneuerung. Eine Mehrfachförderung sei in der Regel aber nicht möglich.
Dass in der Beschlussvorlage vermerkt war, der Gemeinde liege bis heute kein offizieller Antrag eines Ortsvereins, auch kein Konzept für eine künftige Nutzung vor, schien einem anwesenden Mitglied der Warmersdorfer Wehr nicht zu gefallen. Er meldete sich zu Wort und durfte - nach Zustimmung des Gremiums - auch sprechen. Man habe sich in Warmersdorf bereits mit der Sanierung befasst und auch einen Architekten vor Ort gehabt.
Des Weiteren hatte die Verwaltung "zur Kenntnisnahme" angefügt, dass im Rahmen des Energiecoachings ein sehr hoher Stromverbrauch im Feuerwehrhaus festgestellt wurde. Mit 6000 kWh pro Jahr sei er etwa so hoch wie der Verbrauch von Feuerwehrhaus und Bauhof in Wachenroth zusammen.

Drei Jahre Zeit zum Planen

"Wenn die Gemeinde einen Antrag braucht, müssen wir uns zusammensetzen und einen stellen", wandte Reinhold Röder (SPD), Gemeinderat aus Buchfeld, ein. Dass Geld im Haushalt für ein Konzept vorgesehen ist, begrüßte Röder. Damit könne man sehen, was möglich ist und habe in den nächsten drei Jahren Zeit, eine Planung auf die Beine zu stellen. "Denn vor 2018 wird sich sicher nichts bewegen", war Röder klar, nachdem kurz zuvor der Haushalt verabschiedet worden war.
Ganz andere Gedanken verfolgte Andreas Pohle (SPD). Er sieht aufgrund der Erweiterung der Autobahnraststätte, der Windräder und des Hubschrauberverkehrs ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Er sprach daher von "Aufrüstung der Feuerwehr" und würde bei den Fördergeldern gerne den Bund in die Pflicht nehmen. Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) glaubt an diese Möglichkeit eher nicht. Bei solchen Einsätzen sei zuerst die Stützpunktwehr gefragt.