von unserem Redaktionsmitglied Rainer Lutz

Rödental — "Die Schüler wissen einfach, wo sie bei Problemen hingehen können", unterstreicht Schulleiterin Susanne Fritze die Bedeutung der Schulsozialarbeit und der Jugendsozialarbeit an der Mittelschule in Rödental.
Es sind etwa 20 Prozent der 186 Schüler, die regelmäßig das Gespräch mit Andrea Kiermayer suchen. Die Sozialpädagogin ist auch Ansprechpartnerin für Eltern und Lehrer, wenn es um Probleme von oder mit Schülern geht. Dass sie dabei direkt an der Schule arbeiten kann, sieht sie als großen Vorteil an. "So ist einfach und schnell der Kontakt zu allen Beteiligten vorhanden", erklärte sie dem Stadtrat, der bei seiner jüngsten Sitzung darüber entscheiden musste, ob neben der Schulsozialarbeit auch die Jugendsozialarbeit an der Schule unterstützt werden soll.


Entscheidung getroffen

Schon im vergangenen Jahr hatte sich das Gremium entschlossen, die Schulsozialarbeit der Evangelischen Jugendarbeit (Ejott) in Ergänzung zu den gebundenen Ganztagsklassen an der Mittelschule mit zehn Wochenstunden bis ins Jahr 2017 fortzuführen. Die Stadt bezuschusst dabei die Personalkosten.
Für die Jugendsozialarbeit an der Mittelschule wurde beschlossen, diese ab Jahresanfang 2015 ebenfalls zu bezuschussen. Der Tätigkeitsbericht von Andrea Kiermayer und Claudia Leisenheimer (Ejott) zur Jugendsozialarbeit an der Schule wäre wohl gar nicht notwendig gewesen, um die Mitglieder des Stadtrats von der positiven Wirkung dieser Arbeit zu überzeugen. Trotzdem lauschten alle aufmerksam. Am Ende fiel die Entscheidung einstimmig, auch 2016 finanzielle Mittel für die Jugendsozialarbeit an der Schule bereitzustellen.


Einführungsklasse geplant

Wie Susanne Fritze dem Stadtrat mitteilte, ist es geplant, an der Schule eine sogenannte Einführungsklasse einzurichten. In dieser sollen Flüchtlingskinder innerhalb von drei Monaten so weit vorgeschult werden und Deutsch lernen, dass sie danach in den Regelunterricht übernommen werden können.
Die Erfahrung der Schulleiterin zeigt, dass gerade diese Kinder besondere Aufmerksamkeit brauchen. "Viele haben nach allem, was sie erlebt haben, große Probleme, wieder Vertrauen zu fassen", berichtet sie. Für die Einführungsklasse kann eine Lehrerin zusätzlich angestellt werden. Unterrichtet werden dann Flüchtlingskinder aus Rödental und Neustadt gemeinsam.Eine ähnliche Zusammenarbeit zwischen den Mittelschulen der beiden Nachbarstädte gibt es auch bereits beim M-Zweig, in dem Schüler der Mittelschulen den Mittleren Bildungsabschluss erreichen können.