Die Verkehrssituation in der Bamberger Straße sorgt immer wieder bei den Anwohnern der betroffenen und den anliegenden Straßen für großen Ärger. Es werden insbesondere die Verkehrsbelastung durch Lkws, der Verkehrslärm, die hohe Durchfahrtsgeschwindigkeit und die mangelnde Sicherheit für Fußgänger beklagt.

Eine Initiative aus Betroffenen hat sich nun gefunden, die 140 Unterschriften gesammelt hat und von der Gemeinde zeitnah Antworten auf ihre Fragen einfordert und konkrete Anstrengungen verlangt, um die Situation deutlich zu verbessern.

Es wird ein "abgestimmtes Maßnahmenkonzept" angemahnt, denn nur so würde sich ein "zufriedenstellendes Ergebnis erreichen lassen". So werden unter anderem bauliche Maßnahmen am Ortsein- und am Ortsausgang gefordert, eine Tempobeschränkung, mobile Geschwindigkeitskontrollen und eine weitere mögliche Querungshilfe im Bereich des neuen Baugebietes "Mühlwiesen".

Viele junge Familien bemängeln auch, dass sie kein gutes Gefühl haben, mit Kindern entlang der Bamberger Straße zu gehen. Teilweise ist der Gehweg keine 80 Zentimeter breit, so dass man mit einem Kinderwagen kaum durchkommt oder verantworten kann, ein Schulkind dort allein laufen zu lassen. Auch Radfahren ist hier für Kinder und Erwachsene kein Vergnügen.

Kein Handlungsspielraum

In der letzten Sitzung des Altendorfer Gemeinderats sprach Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) davon, dass ihm die Problematik bekannt sei und er die Anliegen der Betroffenen verstehen könne.

Dennoch sieht er wenig Spielraum für die Gemeinde, um die Situation zu verbessern, insbesondere da die Bamberger Straße eine Staatsstraße ist und die Gemeinde dadurch keine oder nur geringe Einflussmöglichkeiten hat. Er verwies darauf, dass sich der Verkehr und die Lärmbelastung deutlich verringern wird, wenn die Neuanbindung der Staatsstraße 2260 mit Hilfe eines Kreisverkehrs an die Staatsstraße 2244 und die Verlegung der Staatsstraße 2260 mit der Anbindung an die Autobahnanschlussstelle A 73 Buttenheim erfolgt ist.

Für den Ausbau eines durchgezogenen und ausreichend breiten Gehsteigs an der Bamberger Straße, so der Bürgermeister, "fehlt einfach der notwendige Platz". Er will aber die Verkehrspolizei bitten, zukünftig öfter Geschwindigkeitsmessungen in der Ortsmitte durchzuführen. Ein Dialog-Display, das den Verkehrsteilnehmern die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt, will man in der Bamberger Straße aufstellen. Damit soll die Geschwindigkeit eingedämmt werden.

Tempo-30-Zone nicht vorgesehen

Bei der letzten Verkehrsschau Anfang des Jahres mit Vertretern des Staatlichen Straßenbauamts, der Polizei und der Gemeinde Altendorf wurde die Bamberger Straße erneut begutachtet.

Da diese keine Unfallhäufigkeit aufweist und keine Auffälligkeiten im Streckenverlauf hat, werden keine verkehrsregelnden Maßnahmen folgen. Auch die Einrichtung einer Tempo-30-Zone ist nicht vorgesehen, da die Straße eine Verbindungsfunktion im überörtlichen Straßennetz hat. Das Aufstellen einer festen Blitzer-Station oder von Warnschildern wie "Achtung Ortschaft" wird es ebenfalls nicht geben.

Eine Fahrbahnsanierung der Staatsstraße wird es erst nach dem Abschluss der Straßenbauarbeiten in Zusammenhang mit dem viergleisigen Bahnausbau geben. Ein sogenannter Flüsterasphalt wird innerorts nicht eingesetzt werden.