Die Nachkalkulation für die Schmutzwassergebühren in Hirschaid hat unter Berücksichtigung des vorläufigen Ergebnisses für 2020 einen Fehlbetrag von 27 348 Euro und für die Niederschlagswassergebühren einen Überschuss von 45 572 Euro ergeben. Um kostendeckendes Arbeiten zu gewährleisten, beschloss der Marktgemeinderat jetzt ab dem 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023 eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr um 0,17 auf 1,48 Euro pro Kubikmeter und der Niederschlagswassergebühr um 0,04 auf 0,30 Euro pro Quadratmeter und Veranlagungsjahr. Der aktuelle Überschuss und Fehlbetrag wurden in der Neukalkulation berücksichtigt.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von drei Kubikmeter pro Person und Monat geht Tobias Schmaus, Geschäftsleiter der Hauptverwaltung, von einer konkreten Mehrbelastung von 6 Euro pro Jahr für eine Einzelperson und 24 Euro für eine Familie mit zwei Kindern aus. Die Niederschlagswassergebühr hängt von der Grundstücksgröße ab. Bei einem Einfamilienhaus mit vier Personen liegt die Mehrbelastung bei etwa 15 bis 17 Euro im Jahr.

Gewerbegebiet Nord

Stellungnahmen, die im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits-, Behörden- und Trägerbeteiligung zum Bebauungs- und Gründordnungsplan "Gewerbegebiet Nord" eingegangen sind, wurden im Marktgemeinderat zur Kenntnis genommen. Die daraus folgenden Ergänzungen und Änderungen des Planvorentwurfs wurden vom Marktgemeinderat gebilligt. So wurde aufgrund eines Hinweises des Fachbereichs Immissionsschutz des Landratsamts festgesetzt, dass Büro- und Sozialräume auf der Seite angeordnet werden, die der Bauschuttrecyclinganlage abgewandt ist.

Der Bebauungs- und Grünordnungsplan "Wohngebiet ehemaliges Nahversorgungszentrum Sassanfahrt" wurde für die frühzeitige Öffentlichkeits-, Träger- und Behördenbeteiligung bestimmt. Gerhard Lieberth (WG West) kritisierte, dass eine "zusammengepferchte Wohnsiedlung" mit zu vielen Einheiten auf zu wenig Fläche entstünde. "So eine Ghettosiedlung passt nicht zu uns." Sigrid Oppelt (Freie Wähler) und Klaus Homann (CSU) betonten hingegen, dass endlich mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden müsse.

Josef Haas (SPD) sprach den Punkt Flächenfraß an und fragte nach, wie viel Natur diesem Projekt weichen müsse. Dipl.-Ing. Jörg Meier vom Bamberger Planungsbüro Höhnen und Partner gab an, dass keine neuen Flächen versiegelt werden, da es sich rechtlich um Bauflächen handle. Der Markt Hirschaid vermeide durch die Nachnutzung vielmehr Leerstand und Gewerbebrachen.

Die Nachfrage von Kurt Barhelmes (WG Regnitzau), ob der Bebauungsplan eine eventuelle Verbesserung oder Zusammenführung des angrenzenden Fahrradweges verhindere, verneinte Jörg Meier.

Neuer Kommandant

Tobias Schmaus tritt zum 31. Januar 2021 als Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Röbersdorf zurück, da er zum neuen Kreisbrandinspektor für den südlichen Landkreis Bamberg ernannt wurde. Laut Bayerischem Feuerwehrgesetz sollen Kreisbrandinspektoren nicht gleichzeitig Kommandant einer FFW sein. Der von der FFW Röbersdorf gewählte Nachfolger Fabian Rittmaier wurde vom Marktgemeinderat bestätigt. Bedingung ist, dass er den Lehrgang "Zugführer" innerhalb von zwei Jahren absolviert.