Bei fast tropischen Temperaturen wurde der Kreiswettbewerb "Der ökologische Garten" des 5400 Mitglieder starken Gartenbau-Kreisverbandes Kronach durchgeführt. Der Wettbewerb nimmt nach wie vor einen hohen Stellenwert im Jahresprogramm ein. Und heuer inspizierten die Kommissionsmitglieder immerhin 40 Gartenanlagen aus dem gesamten Kreisgebiet. 21 Ortsverbände nahmen daran teil. Die Vereine waren gehalten, maximal zwei Bewerber mit guten Voraussetzungen zu melden.
Die Bewertung führten Kreisvorstandsmitglied Horst Heinlein, Mitwitz, Herbert Reuther, Wallenfels, Zweiter Kreisvorsitzender Edgar Bärenz, Wallenfels, sowie Josef Beitzinger, Rothenkirchen, durch. Um das umfangreiche Programm zu bewältigen, mussten die erfahrenen Hobbygärtner an zwei Tagen eine 350-Kilometer-Fahrt in Kauf nehmen. Für die reibungslosen Anfahrten zeichnete erneut Edgar Bärenz verantwortlich.


"Der ökologische Garten"

Die Gartenbauexperten bewerteten den Blumenschmuck, die Ein- und Durchgrünung des Gartens, die Schaffung von Kleinstrukturen sowie das Thema "Wasser im Garten". Außerdem konnten Sonderpunkte vergeben werden. Der Wettbewerb steht unter dem Motto: "Der ökologische Garten". Vor allem wolle man, so Kreisvorsitzender Fritz Pohl, das Ziel verfolgen, möglichst erlebnisreiche, vielfältig nutzbare und ökologisch intakte Gärten entstehen zu lassen, die dauerhaft zur Förderung der Lebensqualität aller Bürger beitragen. Schließlich befinde man sich in einer Phase der Rückorientierung auf die wesentlichen Lebensgrundlagen. Die Bewerter staunten nicht schlecht über die "Garten-Paradiese" im Frankenwald. "Ich bin von diesem hohen Niveau überrascht", gab Horst Heinlein zu Protokoll.
Anerkennend sprachen sich die Kommissionsmitglieder über die vielfältigen Bemühungen der Gartenbesitzer aus, einerseits die dörfliche Struktur zu verschönern und andererseits auch den Tieren durch einen naturnahen Garten eine Überlebenschance zu geben. Beeindruckt war man von dem abwechslungsreichen und harmonischen Farbenspiel der Blumen. Vor allem sei viel Wert auf den Blumenschmuck an den Häusern gelegt worden. Mit einer guten Apfelernte könne in diesem Jahr gerechnet werden, so die Prognose der Hobbygärtner. Allerdings sehe es bei den Wahlnussbäumen und Kirschen eher mager aus, so Zweiter Kreisvorsitzender Bärenz. Der Grund: Frühjahrsfröste: Als positiv bewerteten die Kommissionsmitglieder die zahlreichen Gartenteiche sowie die immer beliebter werdenden Insektenhotels.
Am Sonntag, 17. September, wird dann im Rahmen der Herbstversammlung im Stockheimer Pfarrheim die Auszeichnung durch die Kreisvorstandschaft ab 14.30 Uhr in drei Gruppen erfolgen. Die Ausrichtung der Veranstaltung obliegt dem Obst- und Gartenbauverein Stockheim, der unter der umsichtigen Leitung von Gerhard Ramming in den letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen hat.