von unserer Mitarbeiterin Ulrike langer

Gädheim — Da keine Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde vorhanden sind, will sich der Gemeinderat Gädheim in nächster Zeit mit dem Thema Nahversorgung beschäftigen. Dies teilte Bürgermeister Peter Kraus in der Sitzung des Gemeinderats mit, in der die beiden Gemeinderäte Klemens Pfaff und Petra Erickson über die Möglichkeiten referierten.
Beide Gemeinderäte hatten letztes Jahr das Seminar "Tante Emma und mehr... Ortskernentwicklung und Nahversorgung" in der Schule der Dorf- und Landesentwicklung in Thierhaupten besucht. "Viele Gemeinden in Bayern suchen nach Lösungen, um die Nahversorgung der Bürger zukünftig sicherzustellen. Denn die Versorgung vor Ort mit Waren des täglichen Bedarfs ist ein bedeutender Faktor für die Lebensqualität", sagte Klemens Pfaff.
Dabei stelle ein Dorfladen nicht nur die Nahversorgung sicher, sondern leiste als sozialer Treffpunkt einen wichtigen Beitrag zu einer aktiven Dorfgemeinschaft. "Wir haben den Auftrag, die Versorgung unserer Bürger zu fördern und zu unterstützen", betonte Klemens Pfaff im Hinblick auf die Bayerische Verfassung und die Bayerische Gemeindeordnung. Durch einen Dorfladen, der Lebensmittel, darunter regionale Produkte, aber auch Dienst- und Serviceleistungen wie Post und Lotto und eventuell Leistungen eines Versandhauses anbiete, bliebe die Wertschöpfung vor Ort, sagte er. "Regionalisierung, Geschmacksvielfalt, Abwechslung, Unterhaltung, Qualitätsprodukte und Service spielen eine wesentliche Rolle", meint Klemens Pfaff. Unabhängig von der Rechtsform des Dorfladens sollte das Prinzip des genossenschaftlichen Gedankens aufgegriffen werden, schlug er vor.

Information vor Ort angeregt

Petra Erickson verwies darauf, dass im Landkreis Haßberge bereits drei Dorfläden (in Aidhausen, in Untermerzbach und in Kleinsteinach) gegründet worden seien. Der Geschäftsführer des Dorfladens in Kleinsteinach komme gerne einmal nach Gädheim und informiere den Gemeinderat und die Bürger.
Ein weiterer Punkt war der Haushalt 2015. Im Hinblick auf den neuen Etat, der im April beschlossen werden soll, nannte Bürgermeister Peter Kraus bereits feststehende Aufgaben. Dazu zählt er großflächige Straßensanierungen in Ottendorf, das Fahrzeug für die Feuerwehr Greßhausen, Zuschüsse für die neuen Spielfelder in Ottendorf und Gädheim, den Radwegebau, Arbeitsgeräte für den Bauhof, die Ausweisung von Urnengräbern, Kanalsanierungen sowie Grunderwerb fürs neue Baugebiet in Gädheim und das Förderprogramm für junge Familien.