Werner Reissaus

Mit dem Wort "Gorilla" werden in der Regel Affen in Verbindung gebracht. An der Mittelschule Mainleus stand der Begriff auf dem Unterrichtsplan. Affen waren allerdings nicht dabei, sondern in dem Projekttag ging es um das Präventionsprogramm "Gorilla".

Ein Projekt, mit dem junge Menschen zu mehr Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung motiviert werden sollen. Wie Rektorin Doris Hörath wissen ließ, ist das Projekt "Let's go gorilla" ein mehrfach ausgezeichnetes Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche: "Es geht um Bewegung beim Freestyle-Sport, um Ernährung und nachhaltigen Lebensstil, und dieses Programm läuft an unserer Mittelschule im zweiten Jahr. Der Teil Freestyle-Sport wird heute mit einem kleinen Event abgeschlossen, und wie man sieht, sind unsere Schüler mit Begeisterung dabei."

Die Mainleuser Mittelschule hatte sich bereits im letzten Jahr für "Gorilla" beworben. Sie war die einzige Schule Nordbayerns, die einen Zuschlag erhielt. Coronabedingt musste das Projekt ohne Unterstützung beginnen, lediglich im Freestyle-Fußball, also dem herkömmlichen Straßenfußball, waren junge Sportler aus München gekommen, um den Kindern den einen oder anderen Trick beizubringen.

Auf der Skateranlage

Die Kinder und Jugendlichen der Mittelschule Mainleus konnten seit Beginn dieses Schuljahres einen mobilen Skaterparcours mit kompletter Schutzausrüstung im Schulhof während des Sportunterrichtes nutzen und sie präsentierten am Aktionstag stolz ihre Skaterübungen. Das Präventionsprojekt wird den Schülern in einer jugendgemäßen Art und Weise nähergebracht, wie Rektorin Doris Hörath zu verstehen gab. Erklärtes Ziel ist es, den Schülern ein Bewusstsein für die Themen zu vermitteln und sie zu motivieren, die Tipps auch nach dem Workshop in ihrem Alltag umzusetzen. Dabei werden bewusst Alternativen zu den Klassikern aus dem Sportunterricht geboten, um so noch mehr Jugendliche zu erreichen.

In verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise Skateboard, Breakdance, Freestyle-Fußball, Parkour, Slackline und Freestyle-Frisbee werden die Schüler von Freestyle-Sportlern, darunter auch Welt- und Europameister, unterstützt.

"Mal was anderes"

Konrektor Bernd Fritsch wurde das Projekt von einem Kollegen aus München empfohlen: "Es ist ein Projekt, bei dem alle Kinder mitmachen. Der Grundsatz ist dabei, auch einmal was anderes zu machen", erklärt er.