In der vergangenen Sitzung des Marktgemeinderats Heiligenstadt beschloss das Gremium einstimmig, dass die Kanalisierung und die Versickerungsanlagen in den Ortschaften Geisdorf, Hohenpölz, Lindach, Neudorf, Stücht und Volkmannsreuth in den nächsten Jahren erstellt werden sollen.
Dazu soll die Verwaltung eine neue Beitragskalkulation erstellen. Bereits vor sechs Jahren hatte der Rat festgelegt, dass die Abwasserbeseitigung in den genannten Ortschaften als eine rechtlich selbstständige Einrichtung betrieben und abgerechnet werden soll.
Die geplanten Kosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro; davon fallen rund 800 000 Euro auf die Baukosten für die Kanalisierung, etwa 150 000 Euro auf die Baukosten für die Versickerungs- und Rückhaltebecken sowie etwa 250 000 Euro für Baunebenkosten wie beispielsweise Ingenieurhonorare und Untersuchungen an. Rund 330 000 Euro wurden von der Gemeinde bereits für Versickerungsanlagen ausgegeben.


Entscheidung bereits 2009

Somit betragen die Gesamtkosten für diese Lösung etwa 1,6 Millionen Euro, die auf die Grundstückseigentümer mittels Bescheid umgelegt werden sollen.
Im Jahr 2009 hatte der Marktgemeinderat zugestimmt, dass Burggrub, Oberleinleiter und Tiefenpölz an die vollbiologische Kläranlage Traindorf angeschlossen werden sollen. Die Ortschaften Geisdorf, Hohenpölz, Lindach, Neudorf, Stücht und Volkmannsreuth sollen über eine Kleinkläranlagenlösung mit nachgeschalteter Biologie und zentraler Versickerung über eine belebte Bodenzone entwässert werden.
Dazu hatte die Verwaltung im Jahr 2014 für die Bürger eine Förderung von etwa 350 000 Euro gesichert. Die Kanäle, die behandeltes Abwasser aus den Kleinkläranlagen ableiten, waren auf ihre Funktionssicherheit und Dichtigkeit überprüft worden. In den vergangenen Jahren waren bereits Hauptkanäle verlängert und Hausanschlüsse hergestellt worden.
In diesem und im vergangenen Jahr war eine "Kanal-TV-Befahrung" durchgeführt worden. Die Schäden an den Kanälen und Anschlussleitungen, die der Schadensklasse vier zugeordnet worden waren, sollen nun kurzfristig beseitigt werden. Bis Ende 2017 sollen die Versickerungsanlagen errichtet werden.