Nur wenige öffentliche Punkte hatte der Stadtrat Eltmann am Mittwoch zu behandeln. Eingangs aber standen fünf Mitglieder des Gremiums im Mittelpunkt, die sich besonders lange kommunalpolitisch engagiert haben.

Die Ehrenurkunde für kommunalpolitisches Engagement verleiht der bayerische Innenminister Stadt- und Gemeinderatsmitgliedern, die mindestens drei Amtsperioden einem Gremium angehören. Diese Urkunde überreichte Bürgermeister Michael Ziegler an vier Stadträte, die allesamt seit 1996 dem Eltmanner Stadtrat angehören.

Wolfgang Brühl ist neben seiner Stadtratstätigkeit auch in verschiedenen Ausschüssen engagiert. Vor allem der Sozialausschuss liegt ihm am Herzen, und seit 2002 ist er Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Peter Klein war bis 2008 Fraktionsvorsitzender der ÜPL. Seitdem ist er Dritter Bürgermeister und ebenfalls in verschiedenen Ausschüssen aktiv, unter anderem in der Rechnungsprüfung und im Abwasserzweckverband.

Peter Kremer übernahm 2008 den Fraktionsvorsitz bei der ÜPL und engagiert sich ebenfalls in mehreren Ausschussgremien, unter anderem im Heizwerk-Ausschuss.

Wittig dienstältester Stadtrat

Keinen einzigen Wechsel in seiner Ausschusstätigkeit hat Hans Nölscher seit 1996 vollzogen. Er ist durchgängig im Heizwerk-, Finanz- und Personalausschuss sowie im Wald- und Flurausschuss tätig.

Eine Urkunde der Stadt überreichte der Bürgermeister an Bruno Wittig, der dem Stadtrat seit 40 Jahren angehört, zunächst als Ortssprecher für Dippach, dann als Stadtrat. Damit ist Wittig der dienstälteste Stadtrat Eltmanns.

Allen Geehrten dankte Ziegler für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und für die Verantwortung, die sie alle für die Stadt Eltmann und ihre Bürger tragen. "Es ist nicht selbstverständlich und manchmal auch nicht einfach, seine Meinung hier im Gremium und vor allem auch vor der Bevölkerung zu vertreten", erklärte der Bürgermeister.

Firmenantrag befürwortet

Im Verlauf der Sitzung war die Stadt Eltmann als Träger öffentlicher Belange gefragt. Die Papierfabrik Palm betreibt auf ihrem Firmengelände entlang des Mains sechs Betriebswasserbrunnen, für die die Erlaubnis zur Grundwasserentnahme Ende des Jahres ausläuft. Deshalb wurde beim Landratsamt Haßberge die Verlängerung der Erlaubnis - mit leicht erhöhten Entnahmemengen - beantragt. Die maximale Entnahmemenge pro Brunnen betrage 20 Liter pro Sekunde, die Jahresentnahme 2 865 000 Kubikmeter. Eine Beeinträchtigung des Grundwasserspiegels habe es im bisherigen Betrieb nicht gegeben, erklärte der Bürgermeister auf Rückfrage aus dem Gremium. Der Stadtrat gab eine positive Stellungnahme gegenüber dem Landratsamt ab.

Bei der überörtlichen Rechnungsprüfung wurde die Stadt Eltmann darauf hingewiesen, dass die bisherige Regelung in der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung eine Ungleichbehandlung bei teilweise ausgebauten Dachgeschossen mit sich bringen könnte. Die Satzung wurde daher am Mittwoch mit einstimmigem Beschluss gemäß der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages angepasst. sw