In diesem Jahr wird ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) für die Gemeinde Obertrubach erarbeitet. Es soll die Entwicklungsziele der Gemeinde für die nächsten zehn bis 15 Jahre festschreiben.

Bürgermeister Markus Grüner ( CSU ) unterstrich in der Gemeinderatssitzung die Bedeutung des Engagements aller Gemeindebürger, die eingeladen und freundlich aufgefordert seien, sich und ihre Ideen in diesen Prozess einzubringen. "Die Bürgerbeteiligung ist ein zentrales Element eines jeden Isek. Nachdem wir viele Potenziale in unserer Gemeinde beheimaten, würden wir uns sehr freuen, wenn sich möglichst viele Bürger kon­struktiv an der Erstellung des Isek und damit an der Zukunft ihrer und unserer Heimat beteiligen", sagte der Rathauschef.

Die Auftaktveranstaltung mit den Bürgern wird nun aus Corona-Gründen online stattfinden müssen. Am Montag, 19. April, von 18.30 bis 20.30 Uhr möchten die beauftragten Planungsbüros Meinungen, Vorstellungen, Bedarf und Ideen der Bevölkerung aus der gesamten Gemeinde hören und und besprechen. Die Teilnahme ist mit einem internetfähigen Computer , Tablet oder Smartphone möglich. Falls kein Mikrofon und kein Lautsprecher vorhanden sind, kann zusätzlich per Telefon als Mikrofon- und Lautsprecherersatz teilgenommen werden. Eine Kamera ist nicht zwingend notwendig. Alle Infos zur Auftaktveranstaltung inklusive des Links zur Veranstaltung können der neuen Internetseite der Gemeinde unter der Rubrik "Aktuelles" oder direkt der Isek-Themenseite entnommen werden.

Die erneut auf der Tagesordnung stehende Vorstellung der Sozialraumanalyse musste wieder verschoben werden, diesmal auf unbestimmte Zeit, weil die Mitarbeiter des Landratsamts Forchheim nach wie vor wegen der Corona-Beschränkungen keine Außentermine bei Gemeinderatssitzungen wahrnehmen dürfen.

Die Kreisumlage

Zur Festsetzung der Kreisumlage teilte Grüner mit, dass die Gemeinde heuer 936 076 Euro an den Landkreis überweisen muss. Trotz der vom Kreistag beschlossenen Senkung der Kreisumlage um einen halben Prozentpunkt muss Obertrubach im Vergleich zum Vorjahr 46 556 Euro mehr an den Landkreis abführen.

Während der Sitzung befassten sich die Gemeinderäte auch mit dem Neu­erlass einer Feuerwehrsatzung sowie der Feuerwehrkostensatzung. In beiden Fällen bestand aufgrund neuer staatlicher Vorgaben Anpassungs- und Aktualisierungsbedarf. So werden in der Feuerwehrsatzung Bestimmungen zu Wahlen und Wahlverfahren aufgenommen, während in der Feuerwehrkostensatzung eine vom Bayerischen Gemeindetag angeratene Neujustierung der Kostensätze vorgenommen wurde. Bürgermeister Markus Grüner betonte, dass für Einsätze und Tätigkeiten, die unmittelbar der Rettung oder Bergung von Menschen und Tieren dienen, kein Kostenersatz erhoben werde, für das Ausrücken der Wehren nach missbräuchlicher Alarmierung oder Fehlalarmen hingegen schon. Beiden Satzungen stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.

Dem Förderantrag zur Beschaffung von Lehrerdienstgeräten für die Grundschule in Bärnfels wurde entsprochen. Die Gemeinde erhält 3000 Euro zur Anschaffung dieser Geräte . Nach der Richtlinie zur Förderung von Investitionskosten für technische Maßnahmen zum Infektionsschutz erhält die Gemeinde außerdem knapp 1100 Euro für die Desinfektionsmittelspender für den katholischen Kindergarten Sankt Marien.

Weiterhin informierte Grüner, dass von einer Firma acht Kanaldeckel im Gemeindegebiet angehoben und zwei Schieberkappen erneuert werden mussten.