In pinker Farbe sind die ersten Baufelder auf der B 2 markiert. Der Sperrzaun liegt bereit. Aufgebaut ist er schnell, denn ab nächster Woche ist die B 2 durch Igensdorf halbseitig gesperrt. Grund dafür ist die Erneuerung der Trinkwasserleitung. Die Baumaßnahme wird mit 800 000 Euro beziffert.

Bürgermeister: keine Alternative

„Es wird ein Chaos , gerade für die Geschäftsleute, das ist uns bewusst“, sagt Bürgermeister Edmund Ulm ( CSU ). Trotzdem gehe es nicht anders. Die anfangs angedachte Vollsperrung außer für Busse wäre nur schwer umsetzbar, da auch in Gräfenberg aufgrund der Arbeiten am Nahwärmenetz innerorts eine Sperrung sei. Die Umleitung wäre dann viel zu weitläufig gewesen. Die Art und Weise der Straßensperrung sei mit dem Landratsamt, dem Straßenbauamt und der Polizei besprochen worden.

Obwohl die Trinkwasserleitungen schon in die Jahre gekommen seien, bereiteten nicht sie Probleme. „Die Trinkwasserleitungen wären nicht sanierungsbedürftig, aber die Hauswasseranschlüsse“, erklärt Ulm. Es handle sich um 40 Anschlüsse. Im Zuge des Austauschs würden dann gleich die Leitungen erneuert, vom Bahnhof , Einmündung der Staatsstraße, bis zur Staatsstraße, Einmündung Ziegelei. Baubeginn sei an der Apotheke . In jedem Abschnitt werde zunächst die Trinkwasserleitung erneuert, anschließend werde diese neu an die Häuser angeschlossen.

800 000 Euro Kosten

Die Straße werde im nächsten Jahr vom Straßenbauamt saniert, weshalb der Markt die Baumaßnahme an der Trinkwasserleitung heuer vollziehe. 800 000 Euro koste diese Maßnahme, die über Bescheide und Gebühren refinanziert werde. „Wir haben schon etliches in die Trinkwasserversorgung investiert“, sagt Bürgermeister Ulm. Das seien 1,6 Millionen Euro im letzten Jahr gewesen. Die Wasserleitungen in Weidenbühl und Oberrüsselbach seien erneuert worden, die Probebohrung des Tiefbrunnens und der Hochbehälter in Letten seien ebenfalls erneuert worden. „Es kommt auf den Bürger noch einiges zu“, sagt Ulm. Denn die Investitionen in die Trinkwasserversorgung seien bisher noch nicht umgelegt worden. Das sei in der Vergangenheit versäumt worden. Seit fast einem Jahr sei ein Satzungsbüro damit beauftragt.

„Wir haben den Wasserpreis schon angepasst und um fast 100 Prozent erhöht“, sagt Ulm. Der Wasserpreis sei seit Januar von 98 Cent auf 1,80 Euro pro Kubikmeter gestiegen. Wenn das Satzungsbüro die Berechnungen fertig hat, werde der Gemeinderat entscheiden, welcher Anteil verbescheidet und welcher über Gebühren refinanziert wird. Immerhin müsse der Kanal nicht erneuert werden, wie die Kanalbefahrung gezeigt habe.