von unserer Mitarbeiterin Heike Schülein

Kronach — Die Festung Rosenberg mit ihrem vielseitigen Kultur- und Mitmachprogramm soll Teil einer professionellen Vermarktungskampagne von fünf gemeinsamen Touren durch Frankens Festungsstädte werden.

Federführung von Kronach

Mehrere Städte haben sich unter Federführung von Kronach zusammengetan, um ein fränkisches Festungsnetzwerk zu errichten und sich unter der gemeinsamen Marke "Fränkische Festungsbaukunst" zu präsentieren. Darüber hinaus ist es Ziel des Netzwerkes, an "Forte Cultura" teilzunehmen und zukünftig auch auf europäischer Ebene die gemeinsamen Reiseprogramme anzubieten und durchzuführen. Diese Zusammenarbeit, die im Rahmen des europäischen Fördervorhabens "Europäische Kulturroute Festungsmonumente Forte Cultura" in den vergangenen zwei Jahren vorbereitet wurde, wurde nun feierlich dokumentiert.
Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann, Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber, Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel sowie Lichtenaus Kulturbeauftragter Gerhard Obenauf unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung sowie die Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit Forte Cultura.
Laut Angela Hofmann sei die Festung Rosenberg in der jüngeren Vergangenheit noch attraktiver gestaltet worden. Ihr besonderer Dank galt Hartmut Röder von Eccofort Berlin, der die gemeinsame Werbemaßnahme ins Leben gerufen hatte. "Die Reiserouten verbinden Festungsanlagen mit ganz unterschiedlichem Charakter", so Hofmann, die sich sicher zeigte, dass von der Kooperation alle Beteiligten profitierten.
So sah es auch Kronachs ehemaliger Bürgermeister Manfred Raum, der an die Anfänge des Projekts im Jahr 2008 erinnerte. "Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Partner und Unterstützer zu generieren und für die Festung Rosenberg selbst einen Entwicklungsschub zu erzielen."

Besonderer Moment

Von einem "besonderen Moment" sprach Röder, der den aktuellen Sachstand präsentierte. Das gebliebene Kulturerbe müsse für künftige Generationen bewahrt werden. Kronach sei einer von insgesamt zwölf Partnern, weil hier ein Team und eine Strategie vorhanden seien. "Hier empfindet man die Festung nicht als Last, sondern man schaut nach vorne und investiert in sie. Deshalb stehen wir heute hier", verdeutlichte der Manager des europäischen Netzwerks für Festungen. "Mit der Kooperation haben wir die Grundlagen gelegt - das ist der Anfang und die Chance. Jetzt sind Ihre Initiativen gefragt. Es liegt an jedem selbst, die Partnerschaft auszugestalten", ermutigte er.
Kronachs Tourismusleiterin Kerstin Löw und Museologe Alexander Süß freuten sich gemeinsam über das entstehende Netzwerk. Mit dem Förderprojekt "Forte Cultura" stehen bis Ende 2014 1,6 Millionen Euro an EU-Fördermittel zur Verfügung. "Franken ist ein Festungsland. Das ist ein unheimlicher Schatz, den es zu heben gilt", zeigte sich der Museologe sicher. Laut Löw gehe es um das Schaffen von Synergieeffekten. "Wir wollen keine Konkurrenzveranstaltung sein, sondern uns in guter Art und Weise ergänzen", machte sie klar. Deswegen habe man auch den Tourismusverband Franken mit im Boot und die Fühler auch nach überregionalen Partnern ausgestreckt. "Nach dem Förderende soll es weitergehen. Wir sind überzeugt, dass uns das mit der Anschubfinanzierung auch gelingt", so Löw, die von einer Marktlücke mit erheblichem Potenzial sprach. Weitere Infos unter www.forte-cultura.eu.