Rund 33 000 vermarktete Tiere und ein Umsatz von knapp 19 Millionen Euro: Der Rinderzuchtverband Oberfranken hat auch im zurückliegenden Jahr wieder ein herausragendes Ergebnis erzielt.
Nach der großen Tierschau im zurückliegenden Jahr konnte Vorsitzender Georg Hollfelder aus Litzendorf im Landkreis Bamberg bei der Jahresversammlung einen weiteren Veranstaltungshöhepunkt ankündigen: Zum 120-jährigen Bestehen der bäuerlichen Selbsthilfeeinrichtung findet bereits am Sonntag, 18. März, in der Tierzuchthalle in Bayreuth eine große Tierschau statt.
Solche Veranstaltungen locken auch immer ein städtisches Publikum an und seien damit beste Werbung für die Landwirtschaft, sagte Bayreuths stellvertretender Bürgermeister Thomas Ebersberger. Er bezeichnete den Verband als die modernste Vermarktungseinrichtung für Fleckvieh und Nutzkälber, die mit qualitativ entsprechend hochwertigen Tieren auch regelmäßig entsprechend gute Preis erziele.
Das zurückliegende Jahr sei von sich erholenden Milchpreisen und akzeptablen Rinderpreisen gekennzeichnet gewesen, sagte Vorsitzender Georg Hollfelder. Hier habe sich die Stärke des oberfränkischen Fleckviehs als die angestammte Rasse gezeigt. Kritik übte Hollfelder an den seiner Ansicht nach
überzogenen Verbraucherforderungen. "Jeder will mehr bezahlen, zumindest so lange, bis er dann an der Kasse steht", so Hollfelder.
Nach den Zahlen von Zuchtleiter Markus Schricker war der Umsatz des Verbandes im zurückliegenden Wirtschaftsjahr von 18,2 auf 18,9 Millionen Euro angestiegen.
Die Zahl der vermarkteten Tiere konnte von 32 600 auf 32 799 gesteigert werden. Die Zahlen stützten sich vor allem auf den Export.
Insgesamt ist sowohl die Zahl der rinderhaltenden Betriebe als auch die Zahl der Tiere im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dem Zuchtleiter zufolge gab es in Oberfranken zuletzt 1361 Mitgliedsbetriebe mit zusammen 71 201 Tieren. Das seien 63 Mitgliedsbetriebe und 204 Kühe weniger als noch im Jahr zuvor.
Das entspreche dem durchschnittlichen Rückgang der vergangenen Jahre in Höhe von jeweils um die fünf Prozent, sagte Schricker. Auch Stadt und Landkreis Bayreuth lägen dabei mit aktuell 339 Mitgliedsbetrieben mit zusammen 19 532 Tieren im Trend. Die Zahl der Betriebe war dabei im Bayreuther Land um 18, die Zahl der Tiere um acht zurückgegangen.
Bei den Beiratswahlen, die erst vor wenigen Tagen stattfanden, wurde Hollfelder in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Thomas Erlmann aus Waldau, neue Dritte Vorsitzende Christiane Böhm aus Neuhaus bei Aufseß.
Eine Ehrung erfuhr Werner Zolleis, der fast 33 Jahre lang beim Rinderzuchtverband beschäftigt war.
Stephan Herbert Fuchs