Mit dem 1000-Bäume-Projekt will der Landkreis auf die Bedeutung des Klimaschutzes aufmerksam machen. 1000 Bäume werden dabei im Landkreis bei sieben Aktionen gepflanzt. Nun hat sich die Georg-Göpfert-Mittelschule in Eltmann beteiligt und 200 Bäume und Sträucher gesetzt.

In Eltmann hat die Stadt eine ideale Fläche am Fußweg von der Altstadt hinauf zur Siedlung "Am Hahn" bereitgestellt. Die Wiese lag brach und ist von viel Grün sowie Baumwuchs umgeben. "Wir wollen hier vor allem spezielle Baumarten pflanzen, die mehr klimaresistent sein sollen, wie die Maulbeere, Maronen, Esskastanien und besondere Eichen. Aber es sind auch Speierling, Feldahorn und die Elsbeere dabei", schilderte der Kreis-Gartenfachberater Gun-tram Ulsamer.

Außerdem wurden Sträucher gepflanzt, um dadurch die Fläche noch besser für die Tierwelt zu strukturieren. Ulsamer lobte die Aktion und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sie viele Nachahmer findet und auch Gartenbesitzer dazu motiviert, auf ihren Grundstücken Klimabäume zu pflanzen.

Bäume binden Kohlendioxid

Stadtförster Christian Bartsch setzte mit den Mittelschülern der Arbeitsgemeinschaft Wald und ihrer Betreuerin Daniela Beuerlein die Pflanzaktion zusammen mit den Waldarbeitern der Stadt Eltmann um. "Mit unserer Pflanzung wollen wir ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, denn es kann so nicht weitergehen", unterstrich der Stadtförster. Die beste Zeit zum Pflanzen wäre nach seiner Ansicht eigentlich schon vor 20 Jahren gewesen, aber die zweitbeste Zeit sei auf jeden Fall jetzt. "Eigentlich müssten wir jeden Tag Bäume pflanzen. Dies wäre gut für die heimische Tier- und Pflanzenwelt, besonders aber auch für die Kohlendioxid-Bindung", sagte der Fachmann.

Die Stadt Eltmann ist laut Bartsch mit 1126 Hektar der größte kommunale Waldbesitzer im Landkreis. Im Stadtwald lege Eltmann großen Wert auf die Ökologie und Artenvielfalt. Seltene Baumarten würden erhalten, aber auch zusätzliche Pflanzungen eingebracht. Dazu säe man erst den Samen aus und nach zwei Jahren könne man die Setzlinge einpflanzen. Das habe den Vorteil, so Bartsch, dass man flexibel reagieren und die beste Pflanzzeit wählen könne.

Eine gute Sache

Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) lobte die Schüler für ihr Engagement. Er nannte die Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft Wald eine gute Sache, in der sich die Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Schule und der Mittagsbetreuung wöchentlich mit Themen des Waldes und der Umwelt beschäftigen. Dabei stehe ihnen Stadtförster Christian Bartsch als Fachmann zur Seite.

Mit Spaten hoben die Mittelschüler die Pflanzlöcher aus. Sie lernten gleichzeitig, was es alles beim Pflanzen eines Baumes zu beachten gilt. Im Rahmen ihrer schulischen Arbeit wollen sie immer wieder einen Blick auf die Pflanzfläche werfen, um zu sehen, wie sie sich entwickelt. gg