Um dem wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen in Strullendorf gerecht zu werden, hat die Gemeinde insbesondere im Bereich der Krippenplätze kräftig investiert. Neben dem Interimsgebäude auf dem Kachelmannplatz und der Erweiterung der Kita St. Magdalena Geisfeld um eine Krippengruppe konnte nun in der Kindertagesstätte St. Kunigund eine weitere Krippengruppe den Betrieb aufnehmen.

In einem Rekordtempo sind die neuen Räumlichkeiten, die vorher von einer Elterninitiative als Betreuungsalternative für kleinere Kinder genutzt wurde, entstanden. Von der Erteilung der Baugenehmigung Ende 2019 bis zur Betriebserlaubnis am 7. September wurde eine Wohlfühloase für zwölf "Eisbärchen" geschaffen. Damit können in St. Kunigund nun 24 Krippen- und 75 Kindergartenkinder betreut werden.

Allen Anforderungen gerecht

Die Baumaßnahme wurde unter der Leitung des Architekturbüros Format4ier aus Litzendorf durchgeführt. Die Räumlichkeiten wurden in den Rohzustand zurückversetzt und wieder neu aufgebaut, so dass sie allen Anforderungen einer Krippengruppe gerecht werden. Hinzu kam auch ein speziell auf die Krippenkinder angepasster Außenbereich.

Einrichtungsleiterin Tanja Sarnowitsch und ihre Stellvertreterin Katrin Steinrichter dankten dem Architekten Dieter Nitsche für die gute Zusammenarbeit und das "immer offene Ohr für die Anliegen der Erzieherinnen".

Bei einem Treffen vor Ort konnten sich Pfarrer Johannes Reinsch und Strullendorfs Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) einen ersten Eindruck von den neuen Räume verschaffen. Der Bürgermeister betonte, dass man im Augenblick in Sachen Kinderbetreuung in Strullendorf gut aufgestellt sei und auch im Moment noch Kapazitäten frei habe. Für die Umbaumaßnahmen in St. Kunigund seien Kosten von rund 150 000 Euro entstanden. Dafür erhalte die Gemeinde rund 111 000 Euro aus FAG-Mitteln und aus dem bayerischen Investitionsprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung. Desels besonderer Dank galt dem Kita-Team, das neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch noch den Umbau zu stemmen gehabt hätte.

Kirchenpflegerin Angelika Saffer dankte den Mitarbeiterinnen für deren wertvolle Arbeit und für die "ganzheitlich-christliche Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder". Sie würdigte das gute Zusammenspiel der verschiedenen Gremien, Institutionen und der Freiwilligen vor Ort, ohne dass ein solches Projekt in der Kürze der Zeit nicht erfolgreich hätte abgeschlossen werden können.

Die Einrichtungsleiterinnen würden sich für die Zukunft ein zentrales Anmeldesystem, zum Beispiel über die Gemeindeverwaltung, wünschen. Dadurch könnte eine doppelte Anmeldung für die Plätze in den Einrichtungen vermieden und gleichzeitig das Personal von einem Teil der aufwendigen Organisationsarbeit entlastet werden.

Offizielle Eröffnung erst später

Eine offizielle Eröffnung und Segnung der neuen Räumlichkeiten wird es später geben. Dafür muss erst die Eingewöhnungsphase der kleinen "Eisbärchen" abgeschlossen sein und die Corona-Infektionszahlen müssten es erlauben.