Janosch, der überaus vielseitige Künstler, Illustrator und Autor von Kinder- und Erwachsenenbüchern, 1931 in Oberschlesien als Horst Eckert geboren, wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet. Er lebt heute in einem Haus auf Teneriffa. Wie auch die anderen Künstler, deren Werke in der Reihe "Art in B" in Buttenheim gezeigt werden, hat er eine Jeans gestaltet und nach Buttenheim geschickt.

So hat das Levi-Strauss-Museum jetzt ein besonders Unikat in seinen Beständen: Eine von Janosch gestaltete Jeans, zur Freude vieler Besucher verziert mit der Tiger-Ente.

Lob für Museumsleiterin

Wer kennt die Tiger-Ente, den Tiger oder den kleinen Bären nicht? Generationen von Kindern haben sich über die Abenteuer der beiden Protagonisten gefreut und sind mit ihnen groß geworden. Die Leser des Zeit-Magazins erfreute er mit seiner wöchentlichen Kolumne mit den tiefsinnigen Gesprächen seines Alter Ego, des Herrn Wondrak.

Bei der Ausstellungseröffnung konnte sich Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) über ein volles Haus freuen und insbesondere über viele Kinder, die zur Eröffnung mitgekommen waren. Er würdigte die Arbeit der Museumsleiterin Tanja Roppelt, die es durch ihre guten Kontakte zu Galeristen und Künstlern ermögliche, in Buttenheim höchst attraktive Ausstellungen zu zeigen.

"Für Körper, Geist und Seele"

Das sah auch Landrat Johann Kalb (CSU) so, der auf die Anfänge der Reihe "Art in B" zurückblickte und an die Höhepunkte der vergangenen Jahre mit Ausstellungen unter anderem von James Rizzi und Otmar Alt erinnerte. Er sprach von Kunst als "notwendig für Körper, Geist und Seele" und dass die "Freiheit der Kunst" essenziell für eine demokratische Gesellschaft sei.

Galeristin Brigitte Zettl aus Mallersdorf-Pfaffenberg, die Janosch schon auf Teneriffa besuchen durfte, obwohl er sich selbst als "knorrigen Weiberfeind" bezeichnet, erläuterte das Werk des Künstlers und sein umfassendes Bekenntnis zur "Un-Eitelkeit", zur "Un-Popularität" und zur "Unlust, sich selbst mit eigenen Federn zu schmücken". Und dies bei 300 Büchern, die er geschrieben hat, die in 40 Sprachen übersetzt wurden und mit einer Gesamtauflage von zwölf Millionen zu Buche schlagen. "Von Janosch gezeichnet, kommt alles so verführerisch einfach daher", sagte Zettl, "als wäre es das Leben auch. Alles erklärt sich von selbst, man muss nur genau hinsehen."

Ausstellung bis zum 15. März

Rund 100 Exponate von Janosch können im Levi-Strauss-Museum noch bis zum 15. März bewundert und auch gekauft werden. Das Spektrum reicht von Radierungen über Bilder bis hin zu Unikaten, die schon in der ganzen Welt zu sehen waren.