Das bayerische Staatsministerium für Digitales setzt auf mehr Online-Angebote für die Behörden. Davon profitiert auch der Landkreis Bad Kissingen, der am Projekt Digitaler Werkzeugkasten 2.0 teilnimmt. Ziel ist es, bisher rein analog angebotene Serviceleistungen zu digitalisieren. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts hervor.

"Mit dem Digitalen Werkzeugkasten 2.0 wollen wir den Landkreisen das richtige Handwerkszeug mitgeben, damit sie sich selbst Online-Services erstellen können", teilt Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) mit. "Die Landratsämter können durch die bereitgestellten Tools ihre digitale Verwaltung sozusagen "Do it yourself" nach vorne bringen."

Nicht die erste Aktion im Digitalen

"Schon seit einiger Zeit können unsere Bürgerinnen und Bürger bestimmte Verwaltungsdienstleistungen online beantragen", sagt Landrat Thomas Bold. "Durch das Projekt können wir die Digitalisierung weiter vorantreiben und das Angebot erweitern." Corona habe deutlich gemacht, wie wichtig die digitale Verwaltung für die Menschen ist: "Sie können die Formulare rund um die Uhr abrufen, ausfüllen und abschicken. Das ist auf der einen Seite ein wichtiger Service und entlastet auf der anderen Seite unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Ziel des Projekts ist es auch, die Online-Formulare bürgerfreundlicher zu gestalten.

Der Digitale Werkzeugkasten war im Frühjahr 2019 als Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales und des Innovationsrings des Bayerischen Landkreistages gestartet worden. In einer ersten Projektphase wurden mit Hilfe dieser Softwarelösung über 120 Verwaltungsleistungen durch die beteiligten sieben Pilotlandkreise bereitgestellt. Jetzt wird das Projekt auf insgesamt 24 Landratsämter ausgeweitet. Sie erhalten jeweils 6000 Euro zur technischen Umsetzung eines Leitfadens für die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, zur Qualitätssicherung der Angebote und zur Schulung von Mitarbeitern.

Unternehmen im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Services für Unternehmen, weil diese mit rund 200 Behördenkontakten pro Jahr wesentlich häufiger mit der Verwaltung zu tun haben als der einzelne Bürger. Alle Verfahren, die im Werkzeugkasten 2.0. digitalisiert werden, sollen auch den jeweils anderen Landkreisen sowie interessierten Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.