Der SKC "Beinah" Neuses an den Eichen, ein kleiner Verein, feiert mit der Hilfe des gesamten Ortes seinen 100. Geburtstag, unter der Schirmherrschaft von Landrat Sebastian Straubel, ganz groß in der Festhalle Fischer.

Laut Straubel ist das Jubiläum ein guter Grund, um zurückzuschauen, aber auch, um in die Zukunft zu blicken. Der Verein kann auf sein 100-jähriges Bestehen sehr stolz sein. Er ging in seinem Grußwort besonders auf das Ehrenamt ein. Denn ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre ein Fortbestehen nicht möglich gewesen und man hätte dieses besondere Jubiläum nicht feiern können. Über viele Jahre wurde gemeinsam der sportliche Aspekt verfolgt, aber auch die Gemeinschaft gelebt.

Weiterhin sprach der Landrat die gesellschaftlichen Veränderungen im Bezug auf das Ehrenamt an. Im Landkreis gebe es immer noch sehr viele, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren. Darauf ist der Landrat sehr stolz und zollte den Ehrenamtlichen viel Respekt und Anerkennung.

Blick zurück mit Stolz

"Der SKC bringt sich vorbildlich in das Gemeindeleben ein und erfüllt viele Aufgaben", wie Bürgermeister Udo Siegel feststellte. Denn regelmäßig richtet der Verein die Ortsmeisterschaften und das Pokalkegeln aus. Das Gemeindeoberhaupt freute sich sichtlich, dass der kleine Verein noch aktiv ist und immer noch die Begeisterung für den Kegelsport vorhanden ist. "Mit Stolz kann der SKC Neuses auf seine 100 Jahre zurückblicken. Diese lange Zeit ist ein gutes Zeugnis und spreche für ein harmonisches Vereinsleben und eine gute Kameradschaft", wie Siegel feststellte

"Dieser Club ist einer der kleinsten Vereine im Kegelkreis West", wie der Kreisvorsitzende des Keglerkreises West, Peter Seifert, erläuterte. Nur wenige Vereine und Clubs erreichen den 100. Geburtstag, wie der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Sportkeglerbundes, Michael Koch, in seinem Grußwort feststellte. Er überreichte zusammen mit Peter Seifert und Andreas Kleiber vom Sportkeglerverein Coburg-Land die Ehrenurkunden der Verbände sowie eine Erinnerungsbuch und einen Gutschein für eine Trainerausbildung.

"Der Verein wollte sich mit dem großen Fest gewissen Traditionen stellen und diese auch wieder aufleben lassen", wie der Vorsitzende Walter Schmidt erklärte. Er dankte allen Ortsbürgern, die dies möglich gemacht hätten. Bei seinem Rückblick ging er auf die Höhen und Tiefen des Vereins ein. So wurde der Verein zwar 1919 von 13 Männern gegründet, kam aber 1933 zum Erliegen. 1960 wurde er von 18 Männer wieder gegründet und neu organisiert. Die ausführliche Geschichte ist in einer extra erstellten Festschrift nachzulesen.

Eine weitere Tradition ist das Pokalkegeln, das anlässlich des Jubiläums mit 46 Kegelvereinen aus dem Coburger Land in drei Gruppen durchgeführt wurde. Es sei auf eine sehr große Resonanz gestoßen, "insbesondere bei Freizeitkeglerinnen und -keglern, die 28 Mannschaften stellten", freute sich der Vorsitzende. "Wenn wir nur einen Teil für den Kegelsport begeistern können, haben wir viel gewonnen", sagte Schmidt. Er überreichte den Siegern und besten Einzelkeglern nicht nur Pokale, sondern auch wertvolle Sachpreise, zusammen mit dem Sportwart und zweiten Vorsitzenden Uwe Fischer.

Gründungsmitglieder von 1960

Außerdem ehrte Schmidt die Mitglieder, die den Verein 1960 wieder gegründet haben und konnte zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Albin Schmidt Mitglieder für eine 40-jährige Vereinszugehörigkeit auszeichnen und Rainer Schmidt zum Ehrenmitglied ernennen.

Die Liedvorträge des Männergesangvereins Neuses an den Eichen, unter der Leitung von Wilfried Steinert, gaben dem Festkommers einen festlichen Rahmen.

Bereits am Freitag fand ein sehr kurzweiliger Böhmischer Abend mit der "Neundorfer Blaskapelle" statt. Dabei hätte sich der Verein mehr Besucher gewünscht. Der Festsonntag begann mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Eckhart Kollmer, der von liturgischen Chor sowie vom Posauenchor festlich umrahmt wurde.

Michael Stelzner