Achterbahnen mit zig-fachen Loopings, Flugsimulatoren mit ausgefeilter Computertechnik und Hully-Gullys, bei denen schon dem Zuschauer schwindelig wird. Immer rasanter, aufwändiger und teurer werden die Fahrgeschäfte, mit denen das Schaustellergewerbe die Nerven kitzelt. Nur so lassen sich heute die Massen anziehen.
Der Rotor tanzt, oder besser dreht da aus der Reihe. Er widersteht dem neuzeitlichen Geschwindigkeitsrausch, der dem Gleichgewichtssinn Schnippchen schlägt und Todesängste zum lauthals kreischenden Vergnügen macht. Trotzdem ist der Rotor zum Evergreen geworden - womöglich sogar gerade deswegen.
Vom Hamburger Dom lässt er sich seit Jahrzehnten nicht mehr wegdenken, ebenso wenig von der Wiesn in München oder von der Cannstatter Wasen. Unbeirrt dreht der Rotor seine Erfolgsrunden auf dem europäischen Festland, in Großbritannien wie auch in Übersee.