Dem einen oder anderen kommt es schon länger vor, aber die Sperrung der Staatsstraße 2769 von der Bundesstraße B 470 bis zur Hauptstraße von Pretzfeld begann exakkt am 27. Juni dieses Jahres. Das Staatliche Bauamt Bamberg erneuert hier die Stützmauer und die Brücke über den rechten Trubachseitenarm in Pretzfeld.
"Uns liegt natürlich auch daran, dass die Sperrung so schnell wie möglich wieder aufgehoben wird", sagte Projektleiter Ralph Tietje. Er zählt auf, was alles gemacht worden ist: "Zur Erhaltung des Fließquerschnittes der Trubach während der Baumaßnahme und auch nach Herstellung des neuen Gehweges entlang der St 2740 zum Wanderparkplatzes am Kohlfurtweg wurde die Trubach unterhalb des neuen Stützbauwerkes auf einer Länge von 120 Meter um zirka zehn Meter verlegt."


140 Bohrungen

Die erforderliche Tiefgründung der neuen Stützmauer erfolgte mittels einer sogenannten überschnittenen Bohrpfahlwand. Es wurden durch eine Spezialtiefbaufirma 140 Bohrungen mit einer Einzellänge von etwa zehn Metern gebohrt und die Bohrpfahlwand mit einer Länge von 56 Metern hergestellt. "Anschließend wurde die Kragplatte für einen Gehweg in fünf Betonierabschnitten hergestellt", berichtete Tietje. Parallel dazu sei die Brücke über den Trubachseitenarm ebenfalls mit einer Tiefgründung als Ortbetonbauwerk erstellt worden.
"Diese Betonierarbeiten werden voraussichtlich zum 3. November abgeschlossen", so der Projektleiter. Im November sollen Straßenbauarbeiten wie das Setzen von Borden, Straßenabläufen und Gerinnen, neuer Aufbau von Frostschutz und Deckschichten und die Erstellung neuer Gehwege durchgeführt werden. Verzögerungen gab es durch die Sanierung der angrenzenden Brücke über die Trubach durch die Gemeinde Pretzfeld im Juli und durch die Erneuerung von Wasserschieber und einer Wasserleitung im Baubereich, meinte Ralph Tietje. "Die Sperrung wird voraussichtlich Mitte Dezember aufgehoben", schätzt der Projektleiter. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.