Mitgefühl ist eine unserer menschlichsten Eigenschaften. Das Bestreben, einem leidenden Mitmenschen zu helfen, steckt in jedem von uns. Es steckt da aber auch etwas Anderes. Da ist auch die Angst, einer Situation nicht gewachsen zu sein. Das Gefühl, von etwas bedroht zu sein, weil es uns fremd ist, das wir in seiner Eigenart ablehnen und nicht in unserer Nähe haben wollen. In einem Menschen überwiegt das Vertrauen, im anderen die Angst. Beide Prägungen müssen wahrgenommen und ernst genommen werden. Wenn Politik und Medien es nicht schaffen, denjenigen, die Angst vor Überfremdung haben, diese Angst zu nehmen. Wenn wir die alleine lassen, die einfach nicht wollen, dass eine Kultur, wie sie der Islam mit sich bringt, immer mehr Raum in unserer Gesellschaft einnimmt. Dann haben wir alle Schuld, wenn diese Menschen sich den Einzigen zuwenden, die versprechen, ihnen in ihrer Angst beizustehen, den Rechten.