Sie waren schon in der "Craven Cottage" des FC Fulham, im "Camp Nou" des FC Barcelona und im "Celtic Park" von Glasgow. Und jetzt kam "San Siro" in Mailand an die Reihe zum Spiel Inter Mailand gegen Sampdoria Genua. Die Mini-Hoppers des FC Frankenwald, - sie machen das einmal jährlich - , reisten in die Hauptstadt der Lombardei, setzten damit eine Tradition fort, die vor sieben Jahren begann.

"Wir waren anfangs sechs Personen, mittlerweile sind die Fußballbegeisterten auf 26 angewachsen, die die besondere Atmosphäre in den Stadien kennenlernen wollen", erzählt Christoph Wirth, Trainer und Organisator, vor dem Abflug am Nürnberger Flughafen. "Da sind zahlreiche Spieler, aber auch Fans und Sponsoren dabei, das fördert das Teambuilding." Man praktiziere damit auch den Slogan des Vereins "La famiglia", was das Zusammengehörigkeitsgefühl stärke und mehr Verbindung schaffe zwischen denen, die auf dem grünen Rasen sind und denen, die zuschauen und helfen.

Wie eine Familie

Wirth freut sich über das große Interesse, das den Club noch mehr zusammenschweißt, schließlich sei dieser ja aus einer Fusion des SV Grafengehaig und der SG Gösmes-Walberngrün vor knapp vier Jahren entstanden. Und die funktioniere prima, "wir sind wirklich eine Familie".

Den begehrten Zielen der Trips, "immer ein Höhepunkt für die Teilnehmer", werde schon lange vorher entgegengefiebert. Die zwei jungen Aktiven Laurenz und Jonas, die Nachtschwärmer, wollen neben dem Fußball ebenso das Nachtleben von Milano genießen, "da müssen wir aufpassen, dass sie uns nicht verloren gehen", sagt der Coach mit einem Lachen.

Und die Eindrücke nach der Reise? "Es waren interessante, spannende vier Tage mit viel Abwechslung", so die Frankenwäldler, vor allem die Stimmung im "San Siro" habe Gänsehaut erzeugt. "Es war ein Fußball-Krimi, denn alle drei Tore fielen in der letzten Viertelstunde. Endstand 2:1 für Inter. Die unermüdlichen, lautstarken Gesänge der Tifosi bleiben uns in Erinnerung". Horst Wunner