Philipp Bauernschubert Gut gefüllt war das Sportheim des TSV Thundorf bei der diesjährigen Bürgerversammlung in Thundorf. Die Versammlung ging friedlich und ohne Emotionen über die Bühne. Nur bei einem Thema, der Frage nach Ausgleichsmaßnahmen, gab es einen längeren Wortwechsel.

"Wie kann es sein, dass die Untere Naturschutzbehörde von einer Privatperson Ausgleichsmaßnahmen fordert und dieser die Pflanzungen auf gemeindlichem Grund tätigen darf", fragte ein Bürger. Einen solchen Fall gab es in Thundorf. Das schaffe Präzedenzfälle, hieß es in der Versammlung. Bürgermeister Egon Klöffel versprach, bei der Unteren Naturschutzbehörde nachzufragen.

Die positive Entwicklung der Gemeinde, mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 29,81 Euro zeugt von einer soliden Haushaltsbewirtschaftung. Die Einwohnerzahlen von Thundorf: Zuzüge 26, Wegzüge 17, Geburten acht, Sterbefälle drei. Ihren Hauptwohnsitz haben in Thundorf 494 Menschen, 50 weitere ihren Zweitwohnsitz.

Anhand einer Grafik erläuterte Wasserwart Christian Müller die Trinkwasserbilanz 2012 bis 2019. Dabei ging er auf die geförderten und verbrauchten Mengen sowie den Wasserverlusten ein. Erstmals wurde auch der Sonderverbrauch ermittelt. Roland Albert wollte wissen, ob es im Landkreis Bad Kissingen Aufzeichnungen und Messungen über Radon-Gas gibt. Christian Müller sagte, dass Thundorf weit unter dem Grenzwert liegt.

Michael Seufert begrüßte zwar die positiven Zahlen und die niedrige Pro-Kopf-Verschuldung, wollte vom Bürgermeister aber wissen, wie es in den kommenden Jahren aussieht, wenn Maßnahmen, wie Straßenbau, Gebäudeunterhaltungen, Investitionen in Wasser und Abwasser, auf die Kommune zukommen. Konkrete Zahlen erfuhr er nicht.

Altbürgermeister Anton Bauernschubert sprach den Umbau des ehemaligen Forsthauses an. Der gebildete Arbeitskreis mit dem Kulturbüro Sybille Kneuer mache nur Sinn, wenn das Vorhaben auch umgesetzt wird. Durch einen Führungswechsel im Zuständigkeitsbereich der Städtebauförderung sei das Vorhaben nun kurzzeitig ins Stocken geraten, so Bürgermeister Klöffel.

Diskussionen gab es dann jedoch noch zum Bau des geplanten Lagergebäudes. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Ein Großteil der Teilnehmer konnte sich mit dem Standort an diesem historischen Platz nicht anfreunden. Nadine Angebrandt würde es begrüßen, wenn dieser Lagerraum unmittelbar an das ehemalige Feuerwehrgerätehaus angebaut würde.